Aktueller Markt

Milchwoche: Erste Molkereien verringern den Milchpreis

Schwächerer Milchmarkt zu Beginn 2023 ++ Milchmenge 2 % über Vorjahresniveau ++ Butterpreis gefallen ++ Preise für Pulver tendieren schwächer ++

2022 brachen die Preise an den Rohstoffmärkten alle Rekorde. Auch der Milchpreis kletterte in nie da gewesene Höhen und entspannte die Lage auf den Höfen. Doch seit Mitte des letzten Jahres geht es abwärts an den Produktmärkten. Die Preise für Magermilchpulver und Butter gelten als gute Indikatoren für die zukünftige Milchpreisentwicklung. Diese erreichten im Mai 2022 ihren Höhepunkt, liegen mittlerweile jedoch um ein Viertel unterhalb des Rekordniveaus. Zeitgleich steigt die Milchmenge in Deutschland weiter an. 

Frostige Temperaturen sorgten kurzzeitig für weniger Milch

Der Kälteeinbruch sorgte in der 50. Kalenderwoche allerdings erstmal für einen Rückgang der an die Molkereien gelieferten Milch. Im Vergleich zur Vorwoche wurde 0,8 % weniger Milch abgeliefert. Dennoch liegt die Milchmenge 2,0 % über dem Vorjahresniveau. 

Daher wird erwartet, dass die Milchpreise zu Beginn des Jahres fallen werden. Erste Molkereien im Norden haben schon zu Ende 2022 den Auszahlungspreis an ihre Landwirte verringert. Trotz der ersten Absenkungen gibt Dr. Hans-Jürgen Seufferlein, Verband der Milcherzeuger Bayern e.V., aber erstmal Entwarnung: „Im 1. Quartal besteht bei der Durchschnittsmolkerei mit breiten Absatzkanälen keine Notwendigkeit einer deutlichen Preiskorrektur“, so der Experte. 

Milchpreis knackt im November die 60 Cent

Im November kletterte der Erzeugerpreis für konventionelle Milch im Vergleich zum Vormonat noch um 7 Cent auf 60,0 Cent/kg. Die Biomilchpreise legten deutlich zu, stiegen um knapp einen Cent auf 63,3 Cent/kg. Damit hat sich die Schere...


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