Fütterung

Milchfieber: Mineralstoffe im Stroh analysieren

Trockensteherfütterung: Schwankende Mineralgehalte des Futterstrohs können Grund für vermehrte Probleme mit Gebärparesen sein. Eine Futteranalyse ist sinnvoll.

Wer kennt das nicht? Monatelang sind die Kühe problemlos durch die Transitphase gekommen: Kein Milchfieber, keine Festlieger. Doch auf einmal haben immer mehr Frischkalber mal kalte Ohren, liegen fest und wollen nicht richtig in die Laktation starten. Ein Grund könnten die Mineralstoffgehalte im Stroh sein.

Denn trockenen Kühen wird oft ein hoher Strohanteil in der Ration gefüttert, um eine energiearme und strukturwirksame Ration anzubieten. Durch den häufig hohen Anteil des Futterstrohs an Trockensteherrationen kann es einen großen Einfluss auf die Mineralgehalte der Ration haben, die wiederrum die Kationen-Anionen-Bilanz (DCAB) beeinflussen (Milchfieberprophylaxe). Gras- und Maissilagen werden in der Regel auf Mineralstoffe untersucht, um die Ration exakt berechnen zu können. Doch für Stroh werden in der Regel Tabellenwerte herangezogen. Die tatsächlichen Werte können mitunter jedoch deutlich schwanken.

 

Versuch: Mineralstoffe ermitteln

Um nachvollziehen zu können ob und wie stark die Mineralstoffwerte schwanken, hat die Landwirtschaftskammer NRW im Jahr 2021 insgesamt 30 Futterstroh-Proben unterschiedlicher Getreidesorten auf Mineralstoffgehalte analysiert. Die Proben wurden von der LUFA NRW in Münster analysiert. Mittels der...


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