Maisernte 2022

Silomais: Ernte und Fütterung mit ganz viel Kontrolle 

Moderne Mechanisierung, eine durchgeplante Ernte und die stetige Kontrolle der Fütterung sind wichtige „Mais-Erfolgsfaktoren“ im Betrieb Tönsfeuerborn.

Die Tönsfeuerborn Bioenergie GmbH & Co. KG. baut jährlich ca. 600 Hektar Mais an. Rund 300 Hektar (12.000 bis 14.000 t) davon silieren sie zur eigenen Nutzung, die restlichen Maisflächen bewirtschaften sie im Lohn. Etwa 100 Hektar der gesamten Maisanbaufläche zählen als rotes Gebiet. 
Weil der Mais eine so wichtige Rolle in seinem Betrieb spielt, sucht Betriebsleiter Felix Tönsfeuerborn immer wieder nach Optimierungspotenzialen, sowohl im Anbau als auch bei der Düngung, der Ernte sowie der Fütterung. Wir haben ihn besucht und nach seinem „Mais-Management“ gefragt. 

Betriebsleiter Felix Tönsfeuerborn (Bildquelle: Hilbk-Kortenbruck )

800 Kühe mit fast 14.000 kg Milch 

800 Kühe mit 13.827 kg Milch im Durchschnitt (LKV 2021) managen Betriebsleiter Felix Tönsfeuerborn und sein Team in Verl (NRW). Neben den Kühen und der weiblichen Nachzucht gehören auch die Bewirtschaftung von rund 410 Hektar Nutzfläche sowie eine Biogasanlage mit 442 kW zum Betrieb.  
Die Feldflächen liegen in einem Radius von ca. sechs bis sieben Kilometer um die Hoffläche entfernt. Im Durchschnitt sind die Flächen 2 bis 2,5 Hektar groß. Es sind überwiegend leichte Sandböden mit Bodenpunkten zwischen 18 und 30. In 2021 haben sie rund 14.000 t Mais von 300 Hektar geerntet. In trockenen Jahren benötigen sie mehr Hektar, um die Menge zu erreichen. 
Neben mehreren festangestellten Mitarbeitern für den Kuhbereich sowie Aushilfen kann Felix Tönsfeuerborn auf zahlreiche Helfer für die Außenwirtschaft zählen. Die gute Teamarbeit war eine wichtige Voraussetzung, um auf eine fast vollständige Eigen-Mechanisierung für den Futterbau zu setzen. 

So sieht die gesamte Anbau-Kette aus:

  • Die Maissaat beginnt meist um den 14. April und dauert etwa 16 Tage (ca. 40 Hektar pro Tag). Der gesamte Mais wird „nach Karte gelegt“, also nach einer Ertragsmessung. Das heißt, dass der Mais teilflächenspezifisch mit unterschiedlicher Saatstärke gelegt wird. Auf guten Teilschlägen stehen mehr Pflanzen pro Quadratmeter und umgekehrt. Ziel ist, die Aussaatstärke an die Flächenverhältnisse anzupassen, um den Ertrag, die Qualität und die Gleichmäßigkeit zu erhöhen. Für die Umsetzung werden digitale Aussaatkarten, die auf Bodenkarten bzw. Satellitendaten basieren, und eine entsprechend aufgestellte Sätechnik benötigt. Die variable Aussaatmenge bei Tönsfeuerborns liegt zwischen 5,5 bis 8,5 Pflanzen. 
  • Zudem setzen sie auf die...


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