Tiergesundheit

Mit Mastitiskühen richtig umgehen

Beim Vormelken im Melkstand stellen Sie Flocken fest. Wie gehen Sie jetzt am besten vor? 15 Tipps. 

Flocken, wässrige oder blutige Milch im Vormelkbecher oder ein rot geschwollenes, warmes Euter: Im Interesse der Eutergesundheit der Kuh und der übrigen Herde sollten Sie sich in einem solchen Fall eine feste Routine zulegen, wie mit euterkranken Tieren umzugehen ist. Bewährt hat sich folgende Reihenfolge:

Hauptreinigung nach den Kannenkühen

Schalmtest durchführen und klinische Symptome am Euter erfassen: Bei Flocken im Vorgemelksbecher oder bei sonstigen Veränderungen von Milch (Farbe, Geruch, Wässrigkeit) und Euter (Rötung, Schwellung, Wärme) ist nach einer gründlichen Reinigung der Zitzen ein Schalmtest von allen Vierteln generell der erste Schritt.
Viertelgemelksproben ziehen: Dann ziehen Sie von allen vier Vierteln unter strikter Hygiene mit Handschuhen Viertelgemelksproben vom Anfangsgemelk und schicken sie zügig und gekühlt für eine bakteriologische Untersuchung ins Labor.  
Tier kennzeichnen: Das auffällige Tier ist an beiden Beinen am besten mit farbigen Fesselbändern zu kennzeichnen. Informieren Sie außerdem frühzeitig das übrige Melkpersonal darüber, was die Farben bedeuten. 
Tier sperren: Bevor das Tier behandelt wird, sperren Sie es im Herdenmanagement-Programm, eine zusätzliche Absicherung, dass die Milch nicht in den Tank gelangt. 
Melkreihenfolge ändern: Die erkrankten bzw. behandelten Tiere sollten Sie ab jetzt am Ende der Melkzeit melken. Idealerweise erfolgt direkt hinterher die Hauptreinigung der gesamten Anlage. 
In die Kanne melken: Die Milch euterkranker Kühe leiten Sie in eine durchsichtige, ausreichend große Kanne, die nicht überlaufen oder überschäumen kann. Diese Milch wird selbstverständlich entsorgt. Das Melkzeug nach der „Kannenkuh“ gilt es auf jeden Fall mit sehr heißem Wasser...


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