Aktueller Milchmarkt 

Die Milchwoche: Rekordpreise bei Milchpulver

Milchpreise im Dezember 2021 über 40 Cent ++ Milchanlieferungen steigen saisonal verhalten ++ Spotmilchpreise stark gestiegen ++ Rekordpreise bei Milchpulver

In der dritten Jahreswoche 2022 stiegen die Milchanlieferung saisonal weiter an. Laut Schnellberichterstattung der ZMB wurde 0,8 % mehr Milch abgeliefert als noch in der Vorwoche. Das Niveau liegt 1,9 % unterhalb der Vorjahreswoche. Grund für die anhaltende Unterschreitung des Vorjahresniveaus sind rückgehende Tierzahlen. Außerdem boten die hohen Erzeugererlöse durch gestiegene Produktionskosten keinen Anreiz zur Produktionssteigerung. 

In Deutschland waren die Milchmengen 2021 geringer als im Vorjahr. Experten gehen davon aus, dass sich der Trend auch 2022 weiter fortzieht. Andere Länder konnten im letzten Jahr hingegen Rekordniveaus bei der Milchanlieferungen erreichen. Dazu gehören Irland, Polen und die USA.
In Neuseeland gibt es derzeit hingegen einen Rohstoffmangel. Die Molkerei Fonterra erfasste im Dezember die niedrigste Milchmenge der vergangenen fünf Jahre. Die niedrige Milchmenge ist auf ungünstige Witterungen zurückzuführen. 

Rohstoffpreise historisch hoch

Die Preise am Rohstoffmarkt kennen seit langem keine andere Richtung als weiter aufwärts. Die Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten berichtet von knapper Verfügbarkeit und fester Preisentwicklung bei allen Milchdauerwaren. Beim Einkauf von Vollmilchpulver müssen derzeit Rekordpreise von im Mittel 4.600 €/t bezahlt werden. Milchpulver entwickelt sich zur Mangelware. 
Die Preise für Magermilchpulver in Futter- und Lebensmittelqualität zogen in der vierten Kalenderwoche 2022 nochmals an. Im Mittel liegen die Preise nun für Futtermittelware bei...


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