Herkunftskennzeichnung bei Milch

Herkunftskennzeichnung: Was kommt und wer profitiert?

Beim Thema verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei Milch gehen die Meinungen von Molkereien, Verbände und Politik auseinander. Das BMEL präferiert eine europäische Lösung. 

In der aktuellen Diskussion um die Haltungskennzeichnung des Bundes kommt nun auch die Frage nach einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung bei tierischen Produkten und damit auch bei Milch wieder aufs Tableau. Dabei gehen die Meinungen der Branchenvertreter bisher erheblich auseinander. Offen ist auch, wann eine solche Kennzeichnung kommen soll. 
„Herkunfts- und Haltungskennzeichnung sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Eine Herkunftskennzeichnung ist ein Synonym für die Kennzeichnung unserer hohen Produktions-Standards“, sagte zum Beispiel DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken kürzlich bei einem online-Fachforum zum Thema. Eine ausschließliche Haltungskennzeichnung hält der DBV für unzureichend, eine verpflichtende Haltungs- und Herkunftskennzeichnung sei dagegen zwingend notwendig, ließ der DBV als Gesamtverband bereits Ende letzten Jahres verlauten. Mit einer Herkunftskennzeichnung müssten diejenigen Produktionskriterien transportiert werden, die mit einer Haltungskennzeichnung noch nicht abgedeckt seien.

Keine Einigung im DBV

Während vom DBV-Fachausschuss Milch allerdings noch eine abgestimmte Meinung aussteht, schließen sich bereits einzelne Landesbauernverbände der allgemeinen DBV-Haltung an. So präferiert beispielsweise auch der Bayerische Bauernverband (BBV) eine EU-weit einheitliche Herkunftskennzeichnung, einen nationalen Flickenteppich wolle man vermeiden....


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