Aktueller Markt

Die Milchwoche: Milchmenge wird weiter schrumpfen

EU-Milchpreise im Mai deutlich über dem Vorjahr ++ Schere zwischen konventionellen und Biomilchpreisen weiter verkleinert ++ Ruhige Tendenzen am Pulvermarkt

Die globale Milchproduktion ist in den Big-7-Exportregionen für Milchprodukte (EU, USA, Neuseeland, Australien, Brasilien, Argentinien und Uruguay) in den letzten drei Quartalen deutlich zurück gegangen. Die Prognose der Rabobank ist ein weiterer Rückgang im 2. Quartal 2022 um 1,1 %. Das wäre das vierte Quartal in Folge mit rückläufigen Milchmengen. 
Jetzt gibt es erhebliche strukturelle Probleme, die eine deutliche Erholung der Produktion einiger wichtiger Exporteure einschränken dürften
Rabobank, Global Dairy Quarterly Q2 2022
Die Produktion wird sich aufgrund der weiter steigenden Produktionskosten und starken Wetterextremen nicht so schnell erholen, so die Rabobank. Die Marge der Milchbauern in den Big-7-Exportregionen werde sich aufgrund der schlechten Wetterbedingungen in Ozeanien und Südamerika sowie der hohen Futterpreise negativ entwickeln. Das bremse trotz hoher Milchpreise den Produktionszuwachs. 

Die aktuellen Schlagzeilen:

In der letzten Woche wurde noch bekannt gegeben, dass FrieslandCampina sich für neue Mitglieder öffnet. In dieser Woche steht inoffiziell fest: FrieslandCampina verkauft „Deutschland“ an Müller. Mehr Infos zu dem Deal finden Sie hier
Außerdem: 

Deutschland: Rückgang der Milchmenge gestoppt

Die Milcherzeuger in Deutschland lieferten zuletzt wieder mehr Milch ab. Laut Schnellberichterstattung der ZMB stieg die von den Molkereien erfasste Milchmenge in der 22. Kalenderwoche um 0,2 % im Vergleich zur Vorwoche an.  Damit wurde der Trend der saisonal rückläufigen Milchmengen vorerst gebrochen. Das dürfte auf die zwischenzeitlich wieder kühlere Witterung zurückzuführen sein, so Dr. Kerstin Keunecke, AMI, in einem aktuellen Marktbericht. Ein Schwanken der angelieferten Menge sei in diesen Monaten nicht ungewöhnlich. 
Die...


Mehr zu dem Thema