Aktueller Milchmarkt

Die Milchwoche: Knapper Rohstoff, steigende Preise

FrieslandCampina: Garantiepreis im Dezember bei 43,72 Cent ++ Tiefpunkt der Milchanlieferungen überschritten ++ Spotmilchpreise durchschnittlich bei 52,25 €

Zum Frust der Landwirte sind die Produktionskosten in den letzten Monaten deutlich gestiegen – die Dünger- und Futterpreise gingen zuletzt nochmals hoch. Rapsschrot ohne Kontrakt kostet derzeit über 30 €/dt. Die Milchpreise sind dafür noch relativ niedrig. So bleibt es weiter eine enorme Herausforderung gewinnbringend zu produzieren. Was am Milchmarkt letztendlich zählt sind jedoch nicht die eigenen hohen Produktionskosten, sondern das Angebot und die Nachfrage. Das sind wiederum derzeit auch „gute“ Neuigkeiten – denn die aktuelle Marktlage ist geprägt von einer geringen Verfügbarkeit bei guter Nachfrage für Milchprodukte (Details unten!). 
Trotzdem haben die Molkereien bisher die Erzeugerpreise nur verhalten angezogen, während untereinander zu hohen Spotmilchpreisen von über 50 Cent gehandelt wurde. Jetzt ist das Verhandlungsgeschick der Molkereien mit dem LEH gefragt (Details unten!). 

Milcherzeuger liefern wieder mehr Milch 

Zum Ende des Novembers (KW 46) steigen die Milchanlieferungen nach dem starken saisonalen Rückgang leicht an. Die Molkereien erfassten +0,4 % mehr Milch als in der Vorwoche. Die Vorjahreslinie wurde aber deutlich um 3,1 % unterschritten. 

Milchaufkommen in den deutschen Molkereien nach Kalenderwochen

„Bekanntlich hat Deutschland seit vielen Jahren ein Milchüberschussproblem. Menge drückt auch hier die Preise“, schreibt Hans Wortelkamp im Milch-Marketing Newsletter. Doch seit kurzem hat sich das Blatt gewendet. Wie bereits in unseren letzten Milchwochen berichtet wurde, geht der Milchindustrie-Verband (MIV) davon aus, dass die sinkenden Kuhzahlen zukünftig nicht mehr mit einer steigenden...


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