Aktueller Milchmarkt

Die Milchwoche: Rohstoffwert knackt 50 Cent Marke

Milchanlieferungen weiter abgesunken ++ Biomilchpreise im Oktober bei 50,5 Cent ++ Rohstoffwert im November bei 50,1 Cent ++ Spotmilchpreise bei 52,5 €

Nachdem sich die Kurve der Milchanlieferungen kurz auf einem niedrigen Plateau stabilisiert hatte, fielen die Milchanlieferungen in der 45. Kalenderwoche nochmals ab. Der Höchststand der Milchanlieferungen wurde im Jahr 2020 erreicht. Seitdem ist mit einem abnehmenden Trend zu rechnen (Details siehe unten)! 
Während die Milchanlieferungen am Saisontief liegen, steigen die Preise steil an: der Rohstoffwert um 15,6 % und die Biomilchpreise um einen Cent. Die Spotmilchpreise liegen auf hohem Niveau – positive Aussichten, dass auch die Milcherzeugerpreise weiter ansteigen (Details siehe unten)!

Milchanlieferungen sinken und sinken

Die Milchanlieferungen sind im Vergleich zur Vorwoche in der 45. Kalenderwoche nochmals gesunken (-0,4 %) und liegen nun -3,0 % unterhalb des Vorjahresniveaus (siehe Grafik). 

Milchaufkommen in den deutschen Molkereien nach Kalenderwochen

Die Milchanlieferungen in Deutschland werden im Kalenderjahr 2021 voraussichtlich auf den tiefsten Stand seit 2017 sinken. Die Unterschreitung des Vorjahresniveaus ist wohl kein kurzfristiger Trend, eine Erholung im kommenden Jahr unwahrscheinlich. Der Höchststand des Milchaufkommens wäre damit im Jahr 2020 erreicht. Höhere Produktionsauflagen, steigende Produktionskosten und ein Absinken der Milcherzeugerpreise von 2018 bis 2020 haben den Strukturwandel verstärkt.
Die Verringerung der Kuhbestände wird inzwischen nicht mehr durch eine steigende Produktivität kompensiert.
Monika Wohlfarth, Geschäftsführerin, ZMB GmbH
Während die konventionellen Milchanlieferungen im Zeitraum von Januar bis September insgesamt rückläufig waren (-2 %),...


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