Tiergesundheit

Mastitis: Ein schweres Erbe

Erkrankt eine Kuh oder leidet sie unter Hitzestress, kostet das direkt Geld. Neue Studien zeigen: Heutige Erkrankungen führen auch noch in den nachfolgenden Generationen zu massiven Verlusten.

Je gesünder die Kühe, desto wirtschaftlich erfolgreicher der Milchkuhbetrieb. Doch welche Auswirkungen das Management und die Gesundheit langfristig auf die Entwicklung der Herde tatsächlich haben, das konnte erst jetzt in verschiedenen Untersuchungen festgestellt werden. Das Ergebnis: Erschreckend! Managementfehler, die man heute begeht, wirken sich noch negativ auf die Enkelinnen-Generation aus. Hier die Ergebnisse im Detail.

Mastitis während der Trächtigkeit

Umwelteinflüsse, die während der Trächtigkeit auf die Kuh einwirken, können auch das ungeborene Kalb langfristig beeinflussen. Das zeigt eine aktuelle Studie an der Universität in Michigan (USA). Hier wurde untersucht, ob eine in der Trächtigkeit aufgetretene Mastitis noch die Gesundheit und Leistung der Folgegeneration beeinträchtigen kann.

Bei rund der Hälfte der Milchproben mit erhöhtem Zellgehalt lassen sich keine Erreger nachweisen. Was ist zu tun?  

Dazu wurden die Milchkontrolldaten von acht Jahren von 15.992 Töchtern und deren Müttern ausgewertet. Als „euterkrank“ galten Kühe (Mütter) mit einem erhöhten Zellzahlwert über 150.000 Zellen/ml Milch.
Bei der Datenauswertung zeigte sich, dass auch die Milch der Töchter euterkranker Mütter höhere Zellgehalte aufwies. Und das sogar noch in der zweiten Laktation! Eine schlechte Eutergesundheit der Mütter erhöhte zudem das Erstkalbealter und hatte einen negativen Einfluss auf den Milchfettgehalt der Folgegeneration.
Keine Auswirkungen hatte eine Mastitis in der Muttergeneration jedoch auf die Milchleistung sowie auf den Milcheiweißgehalt der Töchter.

Eine schlechte Eutergesundheit der...


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