Fütterung

Die TMR ansäuern

In Zeiten hoher Futtermittelpreise gewinnen die eigenen ­Grundfuttermittel noch stärker an Bedeutung. Umso wichtiger ist es, ihre Qualität auch im Sommer aufrechtzuerhalten.

Bei jetzt weiter steigenden Außentemperaturen sind schädliche Mikroorganismen im Futter noch aktiver und vermehren sich schneller. Eine Nacherwärmung der TMR droht. Gerade in diesem Jahr, mit extrem hohen Futterkosten, kann diese dann besonders massiv auf die Wirtschaftlichkeit (Energie- und Milchleistungsverluste) durchschlagen.

Jan-Hendrik Puckhaber

Berater

Ein weiterer Aspekt ist, dass unter den aktuellen Gegebenheiten das (stabile) Restfutter der Kühe einen viel höheren Wert z. B. für die Jungviehfütterung hat, als bei niedrigen Futterkosten. Deshalb ist es wichtig, die Qualität der Ration so abzusichern, dass auch das Restfutter noch bedenkenlos als hochwertige Futterkomponente verfüttert werden kann.
Betrachtet man die negativen Effekte einer Nacherwärmung auf Tiergesundheit (Ketose, Mastitis etc.) und Wirtschaftlichkeit, ist es ratsam, neben einer optimalen Futterhygiene (glatte Anschnittfläche, sauberer Futtertisch, restlos entleerter Mischwagen etc.) die TMR anzusäuern.

Die Temperaturen steigen. Zeit, nicht nur die Ventilation einzuschalten, sondern auch sich Gedanken über eine an die Hitze angepasste Fütterung zu machen. Wir geben Tipps!

Unterschiedlich stabil

Ursache für die Erwärmung des Futters ist das Zusammenspiel von verfügbarer Energie (z. B. Zucker und Stärke), Mikroorganismen wie Hefen und Bakterien und Sauerstoff. Sind diese drei Faktoren vorhanden, wird es immer zur Nacherwärmung und aeroben Verderb kommen. Die höheren Temperaturen im Sommer...


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