Klauengesundheit

Zwischenklauenwucherung: Tipps zum Umgang mit Limax 

Ein Limax kann bei Kühen zu starken Schmerzen führen und ist schwierig zu therapieren. Die wichtigste Behandlung und Prophylaxe bleibt die Klauenpflege.

Charlotte Kröger

Praxisgemeinschaft für Klauengesundheit

Der sogenannte Limax oder auch Zwischenzehenwulst genannt, ist eine meist hyperkeratotische Zubildung der Haut im Zwischenklauenspalt (ZKS). Wie an den eigenen Händen führt eine ständige Belastung/Reizung der Haut zu vermehrter Hornhautbildung.
Bei jedem Schritt, im Stehen und auch im Liegen, kann die Wulst zwischen den Klauen zusammengedrückt werden – die Kuh fängt an zu lahmen. In vielen Kuhställen sieht man auch Zwischenklauenwucherungen, die zusätzlich von Mortellaro betroffen sind. Hierdurch erhöht sich die Schmerzhaftigkeit eines Limax oft stark. Zusätzlich steigt das Risiko einer Entzündung.

Herdenmanagement

Lahmheiten langfristig reduzieren

vor von Wiebke Simon

Liegeboxen, Laufganghygiene und Klauenpflege sind drei wichtige Stellschrauben, mit denen Sie die Klauengesundheit der Herde nachhaltig optimieren können.

Geringer genetischer Einfluss

Mit der Einführung des Zuchtwerts für Klauengesundheit (RZ Klaue) bei Holsteinkühen, wird die Veranlagung für Limax züchterisch überwacht. Neben den Merkmalen Mortellaro, Klauengeschwüren, Panaritium, Weiße Linie Defekte und Klauenrehe, fließt Limax mit 10 % in die Gewichtung des Zuchtwertes ein. Es gibt also nur eine geringe genetische Belastung der Klauenerkrankung Limax.  Die Haltung und das Management haben dagegen einen...


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