Futterbau

Trockenschäden im Grünland: Was jetzt zu tun ist!

Vielerorts hat das Grünland massiv unter der Trockenheit gelitten. Wie können Sie die Trockenschäden beurteilen? Welche Maßnahmen sollten Sie einleiten?

Die Trockenschäden im Grünland zeigen sich regional sehr unterschiedlich. Selbst dort wo Gewitter auftraten, waren es leider allzu häufig Starkregen-Ereignisse, die dem Boden nur wenig nachhaltige Feuchtigkeit gebracht haben. Bevor die Bestände in den nächsten Monaten in die Winterpause gehen, müssen sie deshalb dringend gepflegt werden.

Katharina Weihrauch

LLH Hessen

Gießprobe hilft Zustand zu beurteilen

Als ersten Schritt sollten Sie sich Ihre Grünlandbestände genau anschauen und bestimmen, wie groß die Schäden sind. Wie stark das Ausmaß ist, lässt sich jedoch erst nach nennenswerten Niederschlägen und einer erneuten Wachstumsphase beurteilen.

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Tipp: Mithilfe einer Gießprobe lassen sich die Schäden zumindest ansatzweise ermitteln. Dazu einen Quadratmeter Grünland intensiv mit ca. 20 Liter wässern  und anschauen was und wie viel wieder in den nächsten Tagen wächst. Häufig zeigt sich, dass Deutsches Weidelgras eine hohe Resilienz (Widerstandskraft) aufweist. Auch nach langen Trockenperioden ist es sehr regenerationsfähig.

Dort wo deutliche Schäden an der Grünlandnarbe zu sehen sind, macht intensives striegeln Sinn. (Bildquelle: Berkemeier)

Größere Schäden: Intensiv striegeln

Dort wo deutliche Schäden an der Grünlandnarbe zu sehen sind, kann es sinnvoll sein, diese intensiv zu striegeln. Denn die Bestände lassen sich bei Trockenheit gut auskämmen. Besonders die flach wurzelnde Gemeine Rispe so geschädigt und aus dem Bestand entfernt werden. Dabei entstehen Lücken, die Platz für hochwertige Gräser bzw. günstige Keimungs- und Entwicklungsbedingungen für die Nachsaat bieten.

Nachsaat in den nächsten Wochen entscheidend

Eine Nachsaat wird auf den meisten Beständen in den nächsten Wochen unumgänglich sein. Diese sollte in keinem Fall im Frühjahr, sondern jetzt erfolgen. Denn Dauergrünland ist eine Winterung und entwickelt sich deshalb in den nächsten Monaten am besten (passende Tageslängen, ausreichende Bodentemperatur und Wassermengen, geringe Konkurrenz durch Altbestand).

Die Bestände lassen sich bei Trockenheit gut auskämmen. ...


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