Tierwohl 

Die neue Kälbertransport Verordnung

Wenn Kälber in Zukunft zwei Wochen länger auf dem Betriebe bleiben, verbessert das ihren Gesundheitsstatus nicht automatisch.

Dr. Mark Holsteg

Rindergesundheitsdienst LWK NRW

Ab 2023 gilt die neue Kälbertransportverordnung (VO), die sicherstellen soll, dass Verkaufskälber (Bullen, Kreuzungstiere) nicht vor dem 28. Lebenstag den Herkunftsbetrieb verlassen dürfen. Ziel der VO ist mehr Tiergesundheit, weil den kleinen Kälbern ein frühzeitiger Stressor (Transport, neues Erregerspektrum) erspart bleiben soll.
Ob die die Verlängerung des Transportalters von 14 auf 28 Tage wirklich zu mehr Kälbergesundheit führt, hat eine niederländische Arbeitsgruppe untersucht. Für die Studie standen 683 Kälber aus 13 verschiedenen Milchkuhbetrieben in den Niederlanden zur Verfügung. Sie wurden jeweils nach zwei (14 Tage) oder vier Wochen (28 Tage) zum Mäster weitertransportiert. Folgende Daten wurden erhoben: Gesundheitsstatus, Behandlungshäufigkeit, Gewichtsentwicklung und Schlachtgewicht der Kälber sowie Laktationsnummer der Mutter, Kalbeverlauf und Kolostrumqualität.

Später transportierte Kälber haben ein höheres Schlachtgewicht als die, die früher in den Maststall kommen.  (Bildquelle: Holsteg)

Studienergebnisse aus den  Niederlanden

Im Blutbild der Kälber zeigten sich keine großen Unterschiede zwischen den früh bzw. später transportierten Kälbern. Lediglich der...


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