Fütterung

Trockensteher: Energiegehalte nicht zu hoch einstellen

Die Stoffwechselstabilität zu Laktationsbeginn wird durch die Vorbereitungsfütterung beeinflusst. Wie hoch sollten Stärke- und Energiegehalt sein?

Die Umstellung von der Trockenstehzeit hin zur Laktation verlangt von den Kühen viel ab. Umso wichtiger ist es, schon mit der Vorbereitungsfütterung (Close up) vor der Kalbung den Grundstein für eine stabile Stoffwechsellage in den ersten Laktationswochen zu legen. Welche Energie- und Stärkegehalte sollten die Vorbereitungsrationen aufweisen?

Thomas Engelhard

ZTT Iden

Andrea Meyer

LWK Niedersachsen

Prof. Dr. Rudolf Staufenbiel

FU Berlin

Empfehlungen gehen auseinander

Seitens der Empfehlungen (GfE/DLG) aber auch der Beratung werden unterschiedliche Energie- und Stärkegehalte für Vorbereitungsrationen angegeben bzw. umgesetzt. So werden Energiegehalte von 6,4 bis 6,8 MJ NEL/kg TM und Stärkegehalte von 100 – 200 g/kg TM, also eine relativ breite Spannweite, empfohlen.

Die Zeichen der Kuh erkennen: Die Fütterung in der Transitphase muss konsequent an den Kühen kontrolliert werden. Dazu gehört eine Überwachung der Körperkondition.

Bisher ging man davon aus, dass höhere Gehalte in der Vorbereitung eher leistungssteigernd und dabei eine gute Vorbereitung auf die stärkereicheren Rationen in der Laktation sein könnten. Aus neueren Versuchen (Shi et al., 2020; Richards et al., 2020) weiß man jedoch, dass eine gemäßigte Kraftfuttergabe und Energieversorgung am Ende der Trockenstehzeit die Futteraufnahme in der Laktation verbessern, dabei aber die Einsatzleistung reduzieren kann. Damit könnte sich die Ausprägung der negativen Energiebilanz und somit die Stoffwechselbelastung reduzieren.

Übersicht 1: Versuchs- und Kontrollration


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