Tiere zukaufen

Keine Infektionen einkaufen

Bevor zugekaufte Tiere neu in die Herde kommen, sollten sie frei von ansteckenden Keimen sein und eine 30-tägige Quarantäne hinter sich haben. 

Infektionserreger können in die Herde gelangen, ohne dass man es mitbekommt. Das kann dramatische Folgen haben und einen Milcherzeuger viel Geld kosten. Neben den anzeigepflichtigen Tierseuchen (BHV1, BVD, Blauzunge) können auch wirtschaftlich bedeutende Krankheiten wie Kälberflechte, Mortellarosche Krankheit und ansteckende Mastitiden in den Betrieb gelangen. Das Risiko ist dann besonders hoch, wenn Tiere zugekauft werden.
Dr. Mark Holsteg, Fachtierarzt für Rinder und Experte für Infektionskrankheiten bei der Landwirtschaftskammer NRW, erklärt das Problem beim Zukauf von Rindern. „Der Einkauf von Tieren ohne Gesundheitscheck ist immer ein Risiko.“ Selbst augenscheinlich gesunde Tiere können im Euter oder an den Klauen aggressive Krankheitserreger tragen. Die Erreger können aber auch z. B. über die kontaminierte Schermaschine oder das Melkzeug auf der Auktion, nicht ausreichend gereinigte und desinfizierte Tiertransporter in die Herde gelangen. 
„Der Einkauf von Tieren ist immer ein Infektionsisiko“
Dr. Mark Holsteg, Fachtierarzt für Rinder und Reproduktionsmedizin, LWK NRW

Blutprobe allein reicht nicht aus

Ein negatives Ergebnis einer Blutuntersuchung allein reicht nicht aus, um sich vor dem Eintrag von Krankheitserregern zu schützen. Denn: Zwischen dem Tag der Blutprobe, die keine Auffälligkeiten zeigt und der Ankunft des Tiers auf dem Betrieb kann sich das Tier immer noch...


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