Cross Compliance

­­CC-Kontrollen: Fallstricke vermeiden

Fehler bei CC-Kontrollen können eine Menge Geld kosten. Wir zeigen Ihnen, an welchen Stellen es oft hakt und wie Sie Abhilfe schaffen können.

Für viele Milchviehhalter können Cross Compliance-Kontrollen (CC) eine Belastung sein, da der Druck groß ist keine Fehler zu machen. Denn schon leichte Verstöße können z.B. bei einer Anbaufläche von 150 ha über 1.000 € kosten. Damit Kontrollen reibungslos ablaufen können, haben wir für Sie wichtige Rechte und Pflichten aber auch häufige, kritische Knackpunkte zusammengefasst.

Nicht verweigern

Zuerst einmal ist es wichtig, dass es nicht bereits bei der Ankündigung der Kontrolle zu einem Missverständnis kommt. So kann ein (telefonisch angekündigter) Kontrolltermin natürlich immer mal mit Ihren Terminen kollidieren (z.B. Ernte oder Arztbesuch). Dennoch sollten Sie die Kontrolle auf keinen Fall strikt ablehnen. Denn diese Ablehnung kann bereits als Verweigerung ausgelegt werden. Geht es um einen wichtigen Termin können Sie dies jedoch (sachlich) beim Prüfer vorbringen. Es ist allerdings zu beachten, dass die Rechtsprechung bei einer Terminverschiebung sehr verhalten ist. Deshalb sollten Sie, wenn möglich, alles tun, damit die Kontrolle durchgeführt werden kann. Klären Sie auch Ihre Familienmitglieder darüber auf, keine Kontrolle grundsätzlich abzulehnen.

Joachim Diesner ist im hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz,  Landwirtschaft und Verbraucherschutz für das Sachgebiet Cross Compliance zuständig. (Bildquelle: Privat)

Am besten nehmen Sie sich selbst Zeit für die Kontrolle, um Missverständnisse zu vermeiden. Optimal ist es, wenn Sie die Kontrolle zu zweit begleiten. Falls Sie nicht Vor-Ort sein können, sollten Sie einen Vertreter benennen und telefonisch erreichbar sein.

Reibungsloser Ablauf

Manchmal kommen Prüfer auf den Betrieb, ohne sich vorzustellen und beginnen zu prüfen. Bleiben Sie dann im Gespräch dennoch sachlich. Sie haben jedoch das Recht dazu, dass Ihnen der Prüfer zunächst einmal den Anlass und das Vorgehen der Kontrolle erklärt. Weitere Punkte, die einen reibungslosen Ablauf ermöglichen sind:
  • Sie haben bei CC-Kontrollen eine Mitwirkungspflicht. Bei einer Ohrmarkenkontrolle müssen Sie z.B. die Kühe mit Futter zum Fressgitter locken oder gegebenenfalls das Tier von der Weide holen. Die Überprüfung der Tiere (z.B. Ohrmarken) muss ohne Gefahr für die beteiligten Personen ermöglicht werden und Sie müssen einen geeigneten Raum zur Verfügung stellen, an dem die Sichtung der Unterlagen erfolgen kann, z.B. im Büro.
  • Halten Sie relevante Unterlagen bereit. Denn wenn gesetzlich vorgeschriebene Unterlagen fehlen, kann dies als CC-Verstoß gewertet werden. Seit kurzem besteht die Verpflichtung Düngemaßnahmen schlagbezogen mit Düngemengen (N und P) spätestens nach zwei Tagen zu dokumentieren. Auch die Weidehaltung muss nach...


Mehr zu dem Thema


Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen