Tierwohl

ALDI macht ordentlich Druck!

Aldi Süd und Nord fordern von der Bundesregierung einen „Haltungswechsel“. Die Forderungen klingen so, als wären sie dem Wahlprogramm der Grünen entnommen worden.

Dass vielen Nutztierhaltern derzeit kaum noch Luft zum Atmen bleibt, dafür sei weder der Lebensmitteleinzelhandel verantwortlich, noch kann er allein diese Herausforderung lösen, so Aldi. Denn schließlich lande nur ein Drittel des Fleisches und der Milch in den Regalen des Handels. Zudem würden sich die Preise auf Basis von Angebot und Nachfrage in jeder Stufe der Wertschöpfungskette bilden, so die Argumentation der Discounter. Im Gegenteil: Mit dem von Aldi initiierten Haltungswechsel würden Nutztierhaltern über Jahre hinweg Planungssicherheit gegeben sowie langfristig ein verlässlicher Absatzkanal für Produkte aus höheren Haltungsformen eröffnet.

Uns trifft keine Schuld - Preisbildung muss an der Theke erfolgen

In einem Positionspapier fordern Aldi Süd und Nord von der neuen Bundesregierung einen langfristige, rechtliche Rahmenbedingungen für alle Beteiligten der Wertschöpfungskette. Es sei klar, was nötig sei, um die gesellschaftlichen Ansprüche an Klima-, Umwelt- und Tierschutz mit ökonomisch nachhaltigen Perspektiven zu verbinden. Mit den europäischen GAP-Mitteln stehe Geld zur Verfügung, das zielgerichtet für die Umstellung der Tierhaltung genutzt werden muss. Eingriffe in die Preisbildung hingegen lehnen die beiden Unternehmen ab, so bei Preiserhöhungen ein Nachfragerückgang zu befürchten. Aus Sicht von ALDI Nord und ALDI SÜD müssen an jegliche Finanzinstrumente folgende Anforderungen gestellt werden:
  • Eine mögliche Tierwohl-Abgabe sollte nicht nur im Handel, sondern auch bei allen anderen Absatzkanälen (z. B. Gastronomie) erhoben werden.
  • Um das Ziel der...


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