Herdenmanagement

Besser 3x TU!

Rund jede zweite Besamung führt zunächst nicht zum Erfolg. Schuld sind oft Frühaborte, die nicht erkannt werden. Deshalb sollten die Kühe öfter getestet werden.

Ärgerlich, die Kuh ist schon wieder in Brunst - wieso wird sie nicht tragend? Über Trächtigkeitsverluste in Milchviehherden ärgert sich jeder Herdenbetreuer, denn sie wirken sich negativ auf die Fruchtbarkeitsleistung und die Wirtschaftlichkeit der Herde aus.
Nach einer Besamung erfolgt im Idealfall eine Befruchtung der Eizelle. Doch oft ist das nur bei 50 % der Besamungen der Fall. Auch passiert es immer wieder, dass zunächst befruchtete Eizellen wieder „absterben“. Von außen ist dies aber nicht zu erkennen. Deshalb empfehlen Reproexperten wie Jeff Stevenson von der Kansas State University, mindestens drei Trächtigkeitskontrollen durchzuführen.

Eine Besamung führt nicht zwangsläufig immer zu einer Trächtigkeit. (Bildquelle: C. Stoecker-Gamigliano)

Trächtigkeitsabbrüche kommen vorwiegend in den ersten drei Trächtigkeitsmonaten vor. In dieser Zeit gibt es vier kritische Phasen:

Die höchsten Verluste in Woche eins

In der ersten Woche nach der Besamung treten die höchsten Verluste auf. Zum einen kann es dazu kommen, dass die Eizelle nicht befruchtet wird. Zum anderen sterben 20 bis 50% der früh entwickelten Embryonen. Grund dafür sind eine schlechte Eizellqualität...


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