Elite Dairy Tour 2020

Niemals zufriedengeben! Plus

Die Westrup-Koch GbR in Bissendorf gehört zu den Top-Adressen der deutschen Milchproduktion. Klar, dass wir diesen Milchkuhbetrieb im Rahmen der Tour aufsuchen.

In den Kuhställen der GbR, zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald, stehen rund 600 Milchkühe und nochmals fast ebenso viele Rinder. Die produktionstechnischen Kennzahlen, die uns Ulrich Westrup präsentiert, sind beeindruckend: Die Herdenleistung liegt aktuell bei 12.400 kg Milch bei 3,97 % Fett und 3,55 % Eiweiß.
Vor zwei Jahren kratzte die Holsteinherde schon mal an der 13.000 kg-Marke, aufgrund der klimabedingten Einbußen bei der Futterqualität (Trockenheit, geringere Energiegehalte in der Maissilage) ging aber etwas Milch verloren. Dennoch präsentieren sich die Kühe in einem top Zustand, nicht zu scharf, die Herde scheint trotz der enormen Milchleistung „gut im Futter.“ Dass die Fütterung passt, lässt sich auch an den Fruchtbarkeitskennzahlen ablesen: Die Pregnancy Rate beträgt 32 %, ein Spitzenwert!
85 Tage nach der Kalbung werden die Kühe erstmals wieder besamt, die Zwischenkalbezeit liegt dennoch nur bei 392 Tagen. „Eigentlich ist sie mir etwas zu gering“, erläutert Ulrich Westrup, „unser Ziel sind 405 Tage.“ Die allermeisten Kühe kommen nach dem Abkalben von alleine wieder in Gang, bei nur 5 bis max.10 % muss etwas nachgeholfen werden (Ovsynch).

Viel Platz und Kuhkomfort in allen Bereichen.  (Bildquelle: Hünnies)

Die Kennzahlen der Herde belegen zudem ganz eindrucksvoll, dass eine hohe Milchleistung nicht zu Lasten einer guten Gesundheit gehen. Die Lebenstagsleistung der Kühe liegt aktuell bei 20,6 kg Milch, die durchschnittliche Lebensleistung (Abgangskühe) bei 40.000 kg, die Nutzungsdauer bei 38,4 Monaten (3,2 Laktationen). Den Zellgehalt gibt Ulrich Westrup mit 175.000 Zellen/ml an, zufrieden ist er aber nicht damit. Gemolken werden die Kühe zwei Mal täglich in einem 2x20 Side by Side-Melkstand.
Intensiv betrieben wird auch die Aufzucht der Rinder. Das Erstkalbealter liegt bei 23,8 Monaten (Ziel: 23,0 Monate). Kein Unterschied wird beim Management in den ersten Lebenstagen zwischen weiblichen und männlichen Kälbern gemacht – allein schon aus ethischen Gründen wäre das für den Betriebsleiter nicht denkbar.
Jedes weibliche Kalb wird typisiert, so werden schon nach wenigen Wochen die Rinder bestimmt, die zur Zucht...


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