Elite Dairy Tour 2020

A2-Milch, AMS und wenig Stress Plus

Der Fleckviehhof Kraus ist mit einer Durchschnittsleistung von rund 11.200 kg und dem Fokus auf A2-Milch und Direktvermarktung nicht nur in Bayern bekannt. 

Der Fleckviehbetrieb von Georg und Andreas Kraus ist in Bayern und den angrenzenden Regionen weithin bekannt, insbesondere wegen der hohen Milchleistung der 250 köpfigen Kuhherde. Die gehört nämlich mit einer Durchschnittsleistung von rund 11.200 kg Milch nicht nur zu den leistungsstärksten in Bayern, sondern in der gesamten Fleckviehwelt. Seit einigen Jahren macht der Milchkuhbetrieb im schwäbischen Deubach aber auch noch durch eine weitere Besonderheit auf sich aufmerksam: A2-Milch.
- 250 Kühe
- 11.200 kg Milch (3,86 % Fett und 3,58 % Eiweiß)
- 250 Hektar 
- 3,5 AK 

Die Vermarktung von „Wohlfühlmilch“ ist kein Selbstläufer 

Zunächst hat die Familie in 2015 einen Milchautomaten, um die Möglichkeiten der Direktvermarktung mal „anzutesten“, um mit den Verbrauchern ins Gespräch zu kommen. Eigentlich kam die Idee gut an, doch einige der Interessenten erklärten, die Milch nicht zu vertragen“, erinnert sich Andreas Kraus. Zufällig besuchte in dieser Zeit ein neuseeländischer Milchfarmer den Familienbetrieb um sich über Fleckvieh schlau zu machen. Dieser erzählte von der sogenannten, bekömmlicheren A2-Milch, die es in Neuseeland zu kaufen gibt. Als sich dann noch herausstellte, dass ein Teil der Fleckviehherde die A2-Gene in sich trägt, war die Idee, in die Direktvermarktung einzusteigen, geboren.
Seit 2016 vermarktet die Familie Kraus nun 10.000 bis 15.000 Liter über Hofläden und mehrere Edeka-Märkte in der Umgebung. Allerdings musste Andreas Kraus schnell feststellen, dass die Vermarktung der „Wohlfühlmilch“ kein Selbstläufer ist. Im Nachhinein ist er denn auch froh, dass er nicht in eine eigene Molkerei investiert hat, sondern die A2-Milch im Lohn abfüllen lässt. Die Molkereien übernehmen auch den Versand der Milch, so dass Andreas Kraus sich „nur“ um das Marketing kümmern muss.

2 AMS mit insgesamt 7 Melkboxen

Gemolken wird die Herde in zwei AMS (GEA). Zunächst war nur ein 1x4 AMS-Mehrboxensystem im Einsatz, der durch eine zusätzliche Einzelbox ergänzt werden sollte. Doch dann wurde den Krauses ein gebrauchtes 1x3 Boxensytem für 100.000 € angeboten. Solch ein Schnäppchen wollten sie sich dann aber doch nicht entgehen lassen, die Anlage wurde selbst ausgebaut und kurzerhand einmal quer durch die Republik, von der Nordseeküste nach Schwaben transportiert.
So sind jetzt sieben Melkboxen im Einsatz. Auch wenn die beiden zusätzlichen Melkplätze eigentlich „über“ sind, ist Andreas Kraus doch froh diese vorhalten zu können. „Sicherlich ist die Anlage sehr großzügig dimensioniert, aber die Kühe profitieren von der geringeren Auslastung. Die Herde ist so einfach ruhiger.

Hervorragende Eutergesundheit - nur 90.000 Zellen

2,8 Mal wird jede Kuh im Tagesdurchschnitt gemolken. Den Zellgehalt der Milch beziffert Kraus auf nur 90.000 Zellen/ml. In...


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