Tiergesundheit

Der Zyklus guter Fruchtbarkeit 

Wenn Kühe schnell wieder tragend werden, schützt sie das vor Stoffwechselerkrankungen und verbessert wiederum die Trächtigkeiten in der Folgelaktation.

Gute Fruchtbarkeit in der Milchkuhherde ist die Basis für effiziente Milchproduktion und wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Neue amerikanische Studien zeigen, dass besonders zwei Faktoren besonders viel Einfluss auf die Herden-Fruchtbarkeit haben und sich gegenseitig bedingen: Das ist einerseits die richtige Körperkondition zur Besamung (BCS 3,0) bzw. zum Trockenstellen (BCS 3,5) und anderseits und die Güstzeit (Zeit von der Abkalbung zur Trächtigkeit) max. 130 Tage beträgt.

BCS-Verlust > 0,5 ist zuviel

Der Verlust an Körperkondition in den ersten Laktationswochen ist Folge einer ausgeprägten negativen Energiebilanz nach dem Kalben und variiert von Kuh zu Kuh. Studien zeigen, dass ein Konditionsverlust von mehr als 0,5 BCS-Punkten in den ersten drei Laktationswochen weitreichende negative Folgen hat:
  • Höhere Erkrankungsraten nach der Kalbung (Mastitis +12%, Ketose + 8%)
  • Erstbesamungserfolg 13% geringer (Grafik)
  • Der Erfolg eines Hormonprogrammes an Tag 30 nach KB um 35% geringer
  • 12 % weniger TU-plus Ergebnisse an Tag 32 nach KB
  • 13 % mehr embryonalen Frühtod zwischen 32. bis 60. Trächtigkeitstag  

 

Bei deutlichem Körpermasseababu kommt es häufiger zum embryonalen Frühtod zwischen 32. bis 60. Trächtigkeitstag  (Bildquelle: Weerda )

BCS-Verläufe automatisch messen

Spätestens zur Besamung sollte die Holstein-Kuh eine Kondition von mehr als 2,75 BCS-Punkten haben. Gängige BCS-Schemata fordern eine BCS...


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