Düngeverordnung

An den Nährstoffen drehen

Das verschärfte Düngerecht führt zum Umdenken in der Fütterung und der Düngung. Wir haben Milcherzeuger nach möglichen Einsparpotenzialen gefragt.

Die Möglichkeiten im Milchkuhbetrieb N und P einzusparen sind vielfältig. Sie reichen von einer nährstoffreduzierten Fütterung bis zum Verkauf der Nährstoffe. Wir haben vier Milcherzeuger aus Deutschland und den Niederlanden gefragt, was ihre Strategie ist und welches weitere Einsparpotenzial sie sehen. 

Nährstoffe im Boden ins Gleichgewicht bringen

Henning Wißmann

260 Kühe, ­Niedersachsen

Elite: Was unternehmen Sie in Ihrem Betrieb, um N (Protein) und/oder P zu reduzieren? Wie stark bzw. wie haben Sie reduziert?

Wißmann: Unser Ansatz ist es, die Nährstoffe im Boden ins Gleichgewicht zu bringen, um eine bessere Effizienz zu erreichen. Untersaaten und Zwischenfrüchte speichern Nährstoffe. Mithilfe der Cultan-Düngung (Langzeitdüngung mit Ammonium) wird die Nährstofffreisetzung an die Entwicklung der Pflanzen angepasst. Wir ­nutzen keinen synthetischen ­P-Dünger­ und sparen ca. 15 % N.

Elite: Was sind die Gründe für Sie Nährstoffe einzusparen bzw. gezielter einzusetzen? Sehen Sie weiteres Einsparpotential?

Wißmann: Wir möchten Nährstoffe gezielter einsetzen, um die Bodengesundheit und -fruchtbarkeit zu steigern. Weiteres Einsparpotenzial erwarten wir im Gemengeanbau, die bekannten Kulturen möchten wir mit Leguminosen und Kräutern aufwerten. Zudem im Einsatz von Pflanzenkohle (Fütterung) und Urgesteinsmehl (Einstreu Liegeboxen) sowie in einer ­Düngung nach Ertragszonen.

Weniger P im Eiweißergänzer

Jan Joost

170 Kühe, Schleswig-­Holstein

Elite: Was unternehmen Sie in Ihrem Betrieb, um N (Protein) und/oder P zu...


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