Neuseeland: Lebentierexport droht nach Schiffsunglück das Aus

Der Untergang des Tiertransportschiffes „Gulf Livestock 1“ Anfang September 2020 auf dem 17-tägigen Weg von Neuseeland nach China hat in Neuseeland die Diskussion um ein Verbot der Lebendtierexporte neu angefacht. 5.800 Rindern und 43 Besatzungsmitglieder waren in Folge eines Taifuns mit dem Schiff gesunken. Seit 2007 gilt in Neuseeland bereits ein bedingtes Verbot für die Ausfuhr von Wiederkäuer, die zur Schlachtung bestimmt sind. Auf dem gesunkenen Frachter befanden sich jedoch Kühe und Färsen, die zu Zuchtzwecken nach Asien geliefert werden sollten. Das neuseeländische Landwirtschaftsministerium hat nach der Havarie vorerst umgehend sämtliche Lebendviehexporte untersagt.
Ob es ein komplettes Verbot für die Ausfuhr von lebenden Tieren aus Neuseeland geben wird, ist noch offen. Nach verschiedenen Skandalen ist bereits im vergangenen Jahr von Landwirtschaftsminister Damien O’Connor eine Überprüfung der Standards im Handel mit lebenden Tieren in die Wege geleitet worden, die nach seinen Worten auch ein komplettes Ausfuhrverbot zum Ergebnis haben kann. Die Ergebnisse dieser Prüfung sollen allerdings erst nach der Parlamentswahl, die coronabedingt auf den 17. Oktober 2020 verschoben wurde, veröffentlicht werden. 
Die politischen Lager sind gespalten, Tierschutz und die wirtschaftliche Bedeutung der Lebendtierexporte gilt es miteinander abzuwägen. 
Quelle. AgE


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