Kreise in Schleswig-Holstein stoppen Rinderexport in Drittstaaten

Mehrere Kreise in Schleswig-Holstein untersagen den Export von Rindern in bestimmte Staaten außerhalb der Europäischen Union - zumindest vorerst. Das Exportverbot gelte zunächst für zwei Wochen für folgende Länder: Türkei, Jemen, Libanon, Marokko, Algerien, Ägypten, Aserbaidschan, Syrien, Jordanien, Kasachstan, Kirgisistan,Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan.
Der Landrat des Kreises Rendsburg-Eckernförde, Rolf-Oliver Schwemer (parteilos) begründete die Entscheidung mit Informationen, die der Veterinärbehörde des Kreises aufgrund von Berichterstattungen und fachlichen Stellungnahmen vorliegen. So sei nicht durchgängig gewährleistet, dass der Tiertransport von Nutz- und Zuchttieren nach den Vorgaben des EU-Tierschutzrechts erfolgte. Außerdem könne nicht ausgeschlossen werden, dass den Tieren bei der Schlachtung in den betroffenen Ländern länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen und Leiden zufügt werden. Dies sei mit den europäischen Vorstellungen von Tierschutz nicht vereinbar.
Schwemer sagte, dass sich Tierärzte des Kreisveterinäramtes unter Umständen strafbar machen, wenn sie die Transporte genehmigen. Die Entscheidung des Kreises gilt zunächst für zwei Wochen. Bis auf Weiteres haben auch die Kreise Steinburg und Nordfriesland die Exporte gestoppt.
In einer ersten Reaktion bezeichnete der Bauernverband im Kreis Rendsburg-Eckernförde die Entscheidung als richtig.
Quelle: Kieler Nachrichten, NDR


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