Zum Inhalt springen

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Nur vier Prozent der Milchkühe sind „bio“

Nur 4,1 Prozent aller deutschen Milchkühe sind bio. Die meisten stehen in süddeutschen Ställen. Insgesamt wirtschafteten 4.086 Milcherzeuger ökologisch in Deutschland, das sind 5,9 % aller Milchviehbetriebe.

Das Statistische Bundesamt hat erstmals detaillierte Daten zur Haltung von Milchkühen in ökologischer Wirtschaftsweise veröffentlicht. Im Rahmen der Agrarstrukturerhebung 2016 wurden am Stichtag 1. März 175.583 Kühe in Bio-Milchkuhbetrieben gezählt. Damit entfielen nur rund 4,1 % der insgesamt 4,3 Mio. Milchkühe in Deutschland auf das Bio-Segment. In Baden-Württemberg war der Anteil der Bio-Kühe mit 8,5 % am höchsten, in Thüringen mit einem Anteil von 1,2 % Milchkühen am niedrigsten.

5,9 % der Milcherzeuger wirtschaften ökologisch

4.086 Milchvieherzeuger wirtschafteten zum Stichtag 1. März 2016 ökologisch. Das sind 5,9 % aller Milchviehbetriebe. Mehr als die Hälfte aller Bio-Betriebe (2.459) waren war in Bayern angesiedelt. Dort sind 7,6 % der Milchkuhhaltungen ökologisch ausgerichtet; in Baden-Württemberg wirtschaften sogar 8,8 % der Milcherzeuger nach ökologischen Richtlinien. Niedersachsen bildet im Vergleich aller Bundesländer das Schlusslicht, hier wirtschafteten nur 1,5 % der Milcherzeuger ökologisch. 

In Süddeutschland ist der Anteil der ökologisch wirtschaftenden Milchkuhbetriebe am höchsten.

Im Durchschnitt 43 Kühe

Im Bundesgebiet hielt ein Bio-Milchbetrieb im Schnitt 43 Milchkühe im Vergleich zu knapp 62 Tieren im Durchschnitt aller Milchkuhbetriebe. In den alten Bundesländern unterscheiden sich die durchschnittlichen Herdengrößen der Biobetriebe nicht allzu deutlich von denen der konventionellen Herden. Nur im Saarland hielten die Bio-Betriebe im Schnitt mehr Kühe als die konventionell wirtschaftenden Milchkuhbetriebe. Hingegen blieben in den neuen Bundesländern die durchschnittlichen Kuhzahlen der Bio-Betriebe erheblich hinter den „konventionellen“ Herdengrößen zurück.

Am wenigsten Kühe hielten im Durchschnitt die Bio-Milcherzeuger in Bayern (34,9 Kühe/Betrieb), am meisten die Bio-Milcherzeuger in Brandenburg mit 146,1 Kühen pro Herde.

. In Baden-Württemberg war der Anteil der Bio-Kühe mit 8,5 % am höchsten, in Thüringen mit einem Anteil von 1,2 % Milchkühen am niedrigsten.

Vermehrt kleinere und mittlere Betriebsgrößen

Die ökologische Milcherzeugung scheint nach wie vor eine Domäne der kleineren und mittleren Familienbetriebe zu sein. Auch wenn in Bio-Betrieben die Haltungsgröße 20 bis 49 Kühe noch eine größere Rolle als in der Milchviehhaltung insgesamt spielt, fanden sich die meisten Bio-Kühe in Agrarbetrieben mit 50 bis 99 Kühen (ebenso wie auch in den konventionell wirtschaftenden Milchviehbetrieben). Nur acht Prozent der Kühe in ökologischer Haltung standen in Ställen mit mindestens 200 Kühen.

Die ökologische Milcherzeugung scheint nach wie vor eine Domäne der kleineren und mittleren Familienbetriebe zu sein.

Quelle: ZMB 

Bearbeitet: Veauthier