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Mikroben-"Terror" und Big Data Digital Plus

Bei der Fruchtbarkeit von Milchkühen hängt alles mit allem zusammen! Auf dem Meeting des Dairy Reproduction Council (DCRC) haben sich Mitte November 350 Repro-Experten ausgetauscht. Elite war vor Ort.

Rund 350 Milchfarmer, Repro-Techniker, Tierärzte und Wissenschaftler fanden sich Mitte November in Indianapolis (USA) zusammen, um sich zum Thema Reproduktionsstrategien auszutauschen. Interessant aus europäischer Sicht zu erfahren war, dass das Thema Hormone in den USA im Bereich Reproduktion im Kuhstall immer weiter an Bedeutung zu verlieren scheint. Wurden in den Meetings noch vor einigen Jahren alle möglichen Pre-, Ov- und Double-Synchverfahren rauf und runter diskutiert, wurden sie in diesem Herbst nur noch am Rande erwähnt. Auch die an den großen US-Universitäten forschenden Wissenschaftler kümmern sich mittlerweile zunehmend um die Auslöser, welche die Fruchtbarkeit von Kühen beeinträchtigen könnten. Hintergrund ist sicherlich der stark zunehmende Druck der Verbraucher/Konsumenten, die von den Milchfarmern eine möglichst "natürliche" Behandlung ihrer Kühe fordern. Die Milchbranche in Nordamerika hat diesen Trend erkannt und reagiert darauf.

Im Folgenden finden Sie eine kurze Zusammenfassung einiger Präsentationen:


Mikrobieller Terror

Referent: Dr. Tom Rehberger, Arm & Hammer Animal Nutrition

Wir sind nicht allein. Wir sind umgeben von unzähligen Mikroben. Mikroben (Mikrorganismen) sind Kleinstlebewesen, die überall vorkommen: im Wasser, im Erdboden, in der Luft, auf oder in lebenden und toten Organismen usw.. Viele Mikroben sind sehr nützlich, ein kleiner Teil kann jedoch Erkrankungen verursachen. Solche Mikroben werden als „pathogen“ bezeichnet. Zur Gruppe der pathognen Mikroben gehören u.a. Clostridien (grampositive, obligat anaerobe, Sporen bildende Bakterien).

Der bekannteste „Schädling“, das Clostridium perfringens gehört zu den normalen Darmbewohnern der Rinder. Die Erreger kommen überall in der Umgebung der Tiere vor und werden auch im Darm gesunder Rinder nachgewiesen. Bei Kotuntersuchungen finden sich Clostridium perfringens regelmäßig. Clostridium perfringens bildet Toxine, weshalb eine hohe Konzentration in der Herde unerwünscht ist. Durch das Bakterium terrorisierte Kühe leiden häufig unter unspezifischen Erkrankungssymptome wie Leistungsdepression, Durchfall. Die Erkrankung geht immer mit einer sprunghaften Vermehrung der Bakterien im Darm einher, was zu einer starken Produktion von Toxinen führt. Neben einer direkten Wirkung der Giftstoffe am Darm kommt es durch eine Verteilung der Giftstoffe mit dem Blutstrom auch zu Veränderungen in anderen Organsystemen. Zwischen der Aufnahme der Bakterien und dem Ausbruch der Erkrankungen können Wochen und Monate liegen. Erst durch das Hinzutreten anderer Faktoren kommt es letztendlich zum Auftreten der Krankheitssymptome.

Aus den Ergebnissen einer in den USA durchgeführten Erhebung geht hervor, dass sich Clostridium perfringens flächendeckend im Kot von Kühen und Kälbern befindet. Allerdings variierte die Konzentrationen extrem stark.

Clostridien gelangen hauptsächlich durch die Silage in den Stall bzw. in das Kalb / die Kuh. Die Bakterien haften auf den Futterpartikeln und werden mitgefressen. Die über das Futter aufgenommenen Clostridien vermehren sich anschließend gerne im Darm. Begünstigt wird die Vermehrung durch unverdaute Stärke, ein proteinreiches Nährstoffangebot oder im Fall einer Darmschädigung (Durchfall, Parasitenbefall).

Besteht der Verdacht einer ungesunden Clostridien-Kontamination, muss die betroffene Silage aus der Futterration entfernt werden. Eine Behandlung erkrankter Tiere kommt auf Grund des schnellen Krankheitsverlaufs in der Regel zu spät. Unter Umständen kann eine symptomatische Therapie (Infusion zur Stabilisierung des Kreislaufes, antibiotische Therapie, Stabilisierung des Pansenmilieus) versucht werden.

Einen wirksamen Schutz stellt die Immunprophylaxe dar. Bei Verdacht auf einen "Clostridien-Terror" sollte eine Bestandsimpfung gegen Clostridien mit handelsüblichen oder bestandsspezifischen Clostridienvakzinen erfolgen. Die Impfung führt dazu, dass die Erreger-Konzentration im Tier abnimmt.


Fundamental Reproduction Economics

Referent: David Galligan (PennVet)

Eine gute Fruchtbarkeit der Herde gilt als wichtige Key Performance Indicator (Kennzahl, denn sie beeinflusst in großem Umfang

  • das Ausmaß der Remontierung
  • die Höhe der mittleren Herdenmilchleistung
  • die...

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Rund 350 Milchfarmer, Repro-Techniker, Tierärzte und Wissenschaftler fanden sich Mitte November in Indianapolis (USA) zusammen, um sich zum Thema Reproduktionsstrategien auszutauschen. Interessant aus europäischer Sicht zu erfahren war, dass das Thema Hormone in den USA im Bereich Reproduktion im Kuhstall immer weiter an Bedeutung zu verlieren scheint. Wurden in den Meetings noch vor einigen Jahren alle möglichen Pre-, Ov- und Double-Synchverfahren rauf und runter diskutiert, wurden sie in diesem Herbst nur noch am Rande erwähnt. Auch die an den großen US-Universitäten forschenden Wissenschaftler kümmern sich mittlerweile zunehmend um die Auslöser, welche die Fruchtbarkeit von Kühen beeinträchtigen könnten. Hintergrund ist sicherlich der stark zunehmende Druck der Verbraucher/Konsumenten, die von den Milchfarmern eine möglichst "natürliche" Behandlung ihrer Kühe fordern. Die Milchbranche in Nordamerika hat diesen Trend erkannt und reagiert darauf. Im Folgenden finden Sie eine kurze Zusammenfassung einiger Präsentationen: Mikrobieller Terror Referent: Dr. Tom Rehberger, Arm & Hammer Animal Nutrition Wir sind nicht allein. Wir sind umgeben von unzähligen Mikroben. Mikroben (Mikrorganismen) sind Kleinstlebewesen, die überall vorkommen: im Wasser, im Erdboden, in der Luft, auf oder in lebenden und toten Organismen usw.. Viele Mikroben sind sehr nützlich, ein kleiner Teil kann jedoch Erkrankungen verursachen. Solche Mikroben werden als „pathogen“ bezeichnet. Zur Gruppe der pathognen Mikroben gehören u.a. Clostridien (grampositive, obligat anaerobe, Sporen bildende Bakterien). Der bekannteste „Schädling“, das Clostridium perfringens gehört zu den normalen Darmbewohnern der Rinder. Die Erreger kommen überall in der Umgebung der Tiere vor und werden auch im Darm gesunder Rinder nachgewiesen. Bei Kotuntersuchungen finden sich Clostridium perfringens regelmäßig. Clostridium perfringens bildet Toxine, weshalb eine hohe Konzentration in der Herde unerwünscht ist. Durch das Bakterium terrorisierte Kühe leiden häufig unter unspezifischen Erkrankungssymptome wie Leistungsdepression, Durchfall. Die Erkrankung geht immer mit einer sprunghaften Vermehrung der Bakterien im Darm einher, was zu einer starken Produktion von Toxinen führt. Neben einer direkten Wirkung der Giftstoffe am Darm kommt es durch eine Verteilung der Giftstoffe mit dem Blutstrom auch zu Veränderungen in anderen Organsystemen. Zwischen der Aufnahme der Bakterien und dem Ausbruch der Erkrankungen können Wochen und Monate liegen. Erst durch das Hinzutreten anderer Faktoren kommt es letztendlich zum Auftreten der Krankheitssymptome. Aus den Ergebnissen einer in den USA durchgeführten Erhebung geht hervor, dass sich Clostridium perfringens flächendeckend im Kot von Kühen und Kälbern befindet. Allerdings variierte die Konzentrationen extrem stark. Clostridien gelangen hauptsächlich durch die Silage in den Stall bzw. in das Kalb / die Kuh. Die Bakterien haften auf den Futterpartikeln und werden mitgefressen. Die über das Futter aufgenommenen Clostridien vermehren sich anschließend gerne im Darm. Begünstigt wird die Vermehrung durch unverdaute Stärke, ein proteinreiches Nährstoffangebot oder im Fall einer Darmschädigung (Durchfall, Parasitenbefall). Besteht der Verdacht einer ungesunden Clostridien-Kontamination, muss die betroffene Silage aus der Futterration entfernt werden. Eine Behandlung erkrankter Tiere kommt auf Grund des schnellen Krankheitsverlaufs in der Regel zu spät. Unter Umständen kann eine symptomatische Therapie (Infusion zur Stabilisierung des Kreislaufes, antibiotische Therapie, Stabilisierung des Pansenmilieus) versucht werden. Einen wirksamen Schutz stellt die Immunprophylaxe dar. Bei Verdacht auf einen "Clostridien-Terror" sollte eine Bestandsimpfung gegen Clostridien mit handelsüblichen oder bestandsspezifischen Clostridienvakzinen erfolgen. Die Impfung führt dazu, dass die Erreger-Konzentration im Tier abnimmt. Fundamental Reproduction Economics Referent: David Galligan (PennVet) Eine gute Fruchtbarkeit der Herde gilt als wichtige Key Performance Indicator (Kennzahl, denn sie beeinflusst in großem Umfang das Ausmaß der Remontierung die Höhe der mittleren Herdenmilchleistung die Zusammensetzung der Herde (% Jungkühe) somit letztlich auch das wirtschaftliche Ergebnis. Sinnvoll ist, die Kühe möglichst schnell nach dem Abkalben erstmals wieder zu belegen und zeitnah eine Trächtigkeitsuntersuchung durchzuführen, um gegebenenfalls eine erneute Besamung durchführen zu können. Das Ziel: Die richtig guten Kühe (mehrlaktierende Kühe) schnellstmöglich wieder zu belegen, um die Herde frischmelkend zu halten. Das erlaubt die Maximierung der Phase der höchsten Milchproduktion. Gegebenenfalls ist eine Brunstsynchronisierung der Tiere angebracht. Sehr leistungsstarken Kühen kann aber durchaus eine etwas längere Rastzeit eingeräumt werden. Tipp: Je höher die Pregnancy Rate desto wirtschaftlicher die Herde! Strategien zur optimalen Aufzucht von Rindern Referent: Mike Van Amburgh (Cornell University) Ziel der Aufzucht ist es mit dem geringst möglichen Aufwand (Kosten) in möglichst kurzer Zeit Qualitäts-Färsen aufzuziehen! Zu beachten ist dabei, dass das Aufzucht-Management massiv die spätere Leistungsfähigkeit (und Nutzungsdauer) der Kuh beeinflusst (Return in Investment). An den Ergebnissen einer an der Cornell Universität durchgeführten Studie lässt sich ablesen, dass 42 % der Unterschiede in der Milchleistung in der 1. Laktation auf die Fütterung (Nährstoffaufnahme) während der Tränkephase zurückzuführen sind. Es ließen sich in der Studie keine genetischen Einflüsse feststellen! Anzustrebende Zielwerte für die Aufzucht: Ein sorgfältiges Kolostrum-Management ist ungeheuer wichtig! Eine unzureichende Kolostrumversorgung verringert das spätere Leistungsvermögen. Auf jeden Fall sollten vier Liter Biestmilch in den ersten Stunden getränkt werden. Wichtig: Die Biestmilch sollte innerhalb von 12 Stunden nach dem Abkalben gemolken werden! Auch in den nachfolgenden vier Tagen soll noch Kolostralmilch gefüttert werden, denn Biestmilch schützt den Darm vor dem Eindringen von Erregern, führt zu einer Oberflächenvergrößerung der Darmschleimhaut wodurch schneller und mehr Nährstoffe aufgenommen werden können. Anschließend sollte am Besten Vollmilch gefüttert werden, falls nicht möglich dann ein MAT mit 28:20. Wichtig: Die tägliche Tränkemenge muss an die Umwelt(Klima)bedingungen und das Gewicht der Kälber angepasst werden. Im Sommer lassen sich durch eine Klimatisierung (Einbau von Ventilatoren) im Stall deutlich höhere Tageszunahmen erreichen bzw. die Futtereffizienz erhöhen. Durch die Zugabe von Geschmacksstoffen in den Kälberstarter lässt sich dessen Akzeptanz verbessern, die Kraftfutteraufnahme erhöhen! Der optimale Kälberstarter enthält 25 % Rohprotein, 21 % Stärke, 15 % Zucker, 10 % ADF (5 % lösl. Faser). Diese Zusammensetzung erlaubt Tageszunahmen von ca. 1,1 kg (Protein und Energie). Wenn alles „passt“ in der Aufzuchtphase, dann sollten die Jungkühe sollten in der 1. Laktation rund 80 % der Milchmenge der mehrlaktierenden Kühe melken. Zuchtwert für die Kälberaufzucht (Calf Wellnes Traits) Referent: David Erf (Zoetis) Zoetis hat den Zuchtwert (ZW) ClarifidePlus für Holsteins um drei Kalb-Wellness-Merkmale erweitert: Überlebensfähigkeit der Kälber Atemwegserkrankungen Durchfallerkrankungen Diese neuen genetischen Informationen sollen es den Milcherzeugern ermöglichen, die Kälbergesundheit genetisch zu verbessern bzw. Kälber zu identifizieren, die seltener erkranken (weniger Behandlungen benötigen) und somit eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit aufweisen. Der „Calf Wellness Index“ (CW$) ist ein Multitrait-Auswahlindex, der sich ausschließlich auf die Kälbergesundheit konzentriert. Gesundheit und Mortalität von Kälbern können den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust der gesamten Milchproduktion bedeuten. Mit dem neuen Zuchtwert haben Milchfarmer jetzt nicht nur ein wichtiges Selektionswerkzeug an der Hand sondern auch ein Hilfsmittel um die Herde genetisch zu verbessern. Letztlich lassen sich Selektionsentscheidungen treffen, so dass nur "robuste" Kälber aufgezogen werden, die voraussichtlich seltener erkranken. Den Flaschenhals finden Referent: Luciano Caixeta (University of Minnesota) Die Überwachung der Kühe während der Transitphase (Monitoring) ist ein wichtiges Werkzeug zur Sicherung einer guten Fruchtbarkeit bzw. trägt maßgeblich zum Erreichen einer hohen Milchleistung bei. Denn nur durch ein intensives Monitoring lassen sich die Flaschenhälse im Herdenmanagement aufspüren. Wichtig ist es, Überbelegung zu vermeiden. Die Belegungsdichte sollte max. 100 % betragen bei Frühtrockenstehern, 80 bis 100 % bei CloseUp-Kühen und weniger als 80 % bei den Frischkalbern! Unbedingt zu achten ist zudem auf ausreichende Anzahl Wassertränken und ein sehr gutes Stallklima (wenig Schadgase, maximaler Luftaustausch)! Die Liegeboxen sollten möglichst komfortabel ausgeführt werden, um lange Standzeiten der Kühe zu verhindern. Im Bereich der Fütterung ist auf die gleichmäßige Zusammensetzung der Ration zu achten (kurze Partikellänge der Silagen um das Sortieren zu vermeiden). Werden saure Salze in die Futterration eingemischt, ist der pH im Urin zu kontrollieren. Ein Programm für gesunde Klauen Referent: Laura Solano (Farmanimalcare) Lahmheiten bereiten Milchkühen nicht nur Schmerzen und beeinträchtigen deren Wohlbefinden, auch die Milchleistung und Fruchtbarkeit sind unmittelbar (negativ) betroffen. Die Ergebnisse mehrerer Studien, in denen in der Praxis das Ausmaß von Lahmheiten erhoben wurde, beziffert dieses auf 16 bis 55 % (lahme Kühe pro Herde). Die meisten Lahmheiten sind auf Digital Dermatitis (Mortellaro), Sohlengeschwüre und Weiße Linie-Erkrankungen zurückzuführen. Die Frage ist, wie sich das Ausmaß der Lahmheiten eindämmen lässt? Wichtig ist, dass lahme Kühe möglichst schnell aufgespürt und behandelt werden. Dazu ist es erforderlich, mindestens zwei Mal im Monat das Gangbild der Kühe zu beobachten (Locomotion Score). Zum zweiten müssen Risikofaktoren aufgespürt und abgestellt werden. Hierzu sollte ein Spezialist hinzugezogen werden, der in der Lage ist, anhand der Schadbilder/Läsionen der Klauen auf mögliche Ursachen (infektiöse oder mechanische Ursachen) zurückzuschließen. Tipp: Beim Ausschneiden der Klaue sollte deutlich mehr Material abgetragen werden (42 anstatt 18 mm Hohlkehlung). Kühe mit derart breit ausgeschnittenen Klauen bleiben laut neuer Untersuchungen länger in der Herde. Langfristig kann dem Auftreten von Lahmheiten auch durch den Einsatz von Besamungsbullen mit guten Klauenzuchtwerten (z.B. für Mortellaro) entgegengewirkt werden. Zur Behandlung von infektiösen Klauenerkrankungen, wie z.B. Mortellaro, wird in den USA oft noch ein Tetrazyklin-haltiges Klauenbad angesetzt. Untersuchungen zeigen jedoch, dass bei hohen Konzentrationen (210 – 244 ng/ml) die Gefahr besteht, dass noch 72 Stunden nach der Anwendung der Wirkstoff in der Milch nachweisbar ist. Die beste Repro-Strategie Referent: Jon Holewinski (Alta Genetics) Im Rahmen eines strategischen Fruchtbarkeitsmanagements sollten die nachfolgenden Fragen gestellt werden: Wie hoch sind die Kosten einer Managementmaßnahme? Mit welchem Return On Investment (ROI) ist zu rechnen? Können alle Kühe mitgenommen werden (Forderung: es wird kein Tier zurückgelassen!)? Lassen sich die eingeplanten Hilfsmittel / Technik von den Tierbetreuern im Stall problemlos anwenden und eignen sich diese zur Zielerreichung? Ohne ein gut eingespieltes Team lässt sich keine gute Herdenfruchtbarkeit realisieren. Das setzt eine gute Ausbildung, regelmäßiges Training und Feedback des Stallpersonals voraus. Jedes Repro-Team sollte von einem „Champion“ angeführt werden. Diese Rolle kann der Herdenmanager ebenso einnehmen wie ein (Fütterungs)Berater, Besamungstechniker oder ein Tierarzt. Wichtig: Niemals aus dem Bauch heraus handeln, bei Veränderungen im Management sollten immer harte Daten herangezogen werden. Um Abweichungen bei den Fruchtbarkeitsereignissen richtig einzuordnen sollten u.a. monatlich die klimatischen Verhältnisse im Stall, die Futtergrundlage, der Einsatz von Besamungsbullen und Besamungstechniker dokumentiert werden. Vier Mal im Jahr sollten die Daten im ReproTeam analysiert werden, hierzu sollten auch die Daten der Herdensoftware ausgelesen werden (Trend Brunstnutzungsrate, Konzeptionsrate, Pregnancy Rate und % Kühe, die 4 bis 17 Tage nach der Besamung wieder in Brunst gesehen werden). Weitere Informationen vom DCRC Meeting 2018 finden sie in den kommenden Ausgaben von Elite.