Sächsischer Futtertag 2019

Einen frühen ersten Schnitt früh füttern?

Die Grundfuttersituation ist auf einigen Betrieben weiter angespannt. Auch wenn es aktuell nach einem frühen ersten Schnitt aussieht, eine schnelle Nutzung der daraus entstehenden Silage ist eine zweifelhafte Option.

Auch in den Mittelgebirgslagen hat der Vegetationsbeginn eingesetzt, das Gras wächst! In Niederungslagen tut es das bereits seit mehreren Wochen, sodass hier derzeit ein möglicher früher ersten Schnitt zu erwarten ist. Darauf haben bereits im Herbst 2018 viele Rinderhalter gehofft, um die knappen Grundfuttervorräte zügig wieder aufbauen zu können. Doch mit einem frühen Schnitt ist das Problem der Futterknappheit nicht gelöst. Eine frühe Nutzung der Grassilage aus 2019 ist eine zweifelhafte Idee. Warum, dass erklärten die Fütterungsexperten vergangene Woche (13.03.) auf dem Sächsischen Futtertag 2019 in Lichtenwalde.

Kein Ertragspotential verschenken

Knappe Silagevorräte verursachen Stress. Aber: Wenn wir mit Vegetationsbeginn in die Vollen gehen, gefährden wir schnell die Futterbasis der Winterperiode 2019/2020 und die notwendige Schaffung von Reserven, bremste Prof. Dr. Olaf Steinhöfel (LfULG Sachsen) mögliche Gedanken an ein übereiltes Mähen ab.
Heißt, auch wenn das Gras jetzt rasch wächst, wäre es schlicht verschenktes Ertragspotential in Masse, Eiweiß und Energie, wenn schon vor dem eigentlichen Erreichen des optimalen Schnittzeitpunktes gemäht würde. Ein solches Vorgehen wäre zu kurzfristig gedacht, es würde gegen das nötig Aufbauen von Vorräten wirken. Fazit: Warten bis zum optimalen Schnittzeitpunkt! Bei sehr knappen Vorräten ggf. Rinder auf von Schnitt ausgenommenen Teilflächen grasen lassen. Auf gar keinen Fall auf die Idee kommen, mehr Masse durch einen tieferen Schnitt zu ernten! Unbedingt die in der Guten fachlichen Praxis bewährte minimale Schnitthöhe von 7 cm einhalten!

Das Silieren geht nicht schneller als sonst!

Zudem ist mit einem vorzeitigen Schnitt noch lange kein verzehrfertiges" Futter da. Eine frühzeitige Nutzung der Grassilagen aus dem 1. Schnitt...


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