Klauengesundheit

Mortellaro vorbeugen

Mortellaro zu behandeln, ist aufwendig. Doch mit einigen Maßnahmen lässt sich der Erkrankung vorbeugen!

Dermatitis digitalis (DD), auch Mortellarosche Krankheit genannt, sorgt für viel Arbeit, Ärger und wirtschaftliche Verluste im Stall. Daher lohnt sich die Prophylaxe dieser Krankheit: nämlich die Vorsorge, dass DD entweder gar nicht erst auf den eigenen Betrieb eingeschleppt wird, sich nicht weiter ausbreitet oder bewusst unter Kontrolle gehalten wird. Neben einer ausgewogenen Mineralstoffversorgung oder der Zucht auf gesunde Klauen lässt sich vor allem im täglichen Management viel erreichen.

Klauenhaut schützen und stärken

Das Ziel ist, Klauen und Haut gesund und widerstandsfähig gegen die Erreger zu erhalten:

  • Kuhkomfort: Die Druckentlastung im Liegen verbessert die Durchblutung und versorgt die hornbildenden Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen, sodass gesundes und belastbares Horn produziert wird. Zudem trocknen die Beine schneller ab. Liegezeiten können Sie verlängern, indem Sie die Liegeboxen penibel pflegen und weiche, ebene Oberflächen herstellen. Auch eine ruhige Umgebung und die richtige Einstellung der Boxenbegrenzung ist hilfreich.
  • Klauenhygiene: Die natürliche Barriere-Funktion der Haut schützt effektiv vor Infektionen, wenn sie nicht durch Kot, Urin oder ständige Feuchtigkeit angegriffen wird. Eine trockene Umgebung unterstützt die „Abwehrkräfte“ des Horns sowie der Haut im Zwischenklauenspalt und ab dem Kronsaum. Daher Laufgänge häufig abschieben und abtrocknen lassen!
  • Einstreu: Klauen können auch durch Waschen sauber werden. Wichtig ist aber, dass Tiere nicht mit feuchten Füßen in Liegeboxen treten, in denen Einstreumaterial an ihnen kleben bleibt („festbackt”). Dies kann bei...


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