Grassilage

Die Häcksellänge anpassen

Kurze Häcksellängen bei Grassilage können die Selektierbarkeit von Rationen verringern. Derartige Silagen zu produzieren, ist allerdings anspruchsvoll! Woran es scheitern kann.

In 2019 sind auf einigen Betrieben unabhängig voneinander Grassilagen des ersten Schnitts im Silo weggerutscht. Für die Glücklichen, die das noch nicht erlebt haben: Im Flachsilo schiebt sich das Silo einige Zeit nach dem Einsilieren nach links und rechts auseinander. Im schlechtesten Fall entsteht ein tiefer Riss über die gesamte Silolänge. In Fahrsilos rutscht die Silage nach vorne. Je nach Silohöhe kommt es zu Abbrüchen über mehrere Meter.

Derartige Fälle ziehen hohe Futterverluste nach sich und gefährden die Tiergesundheit. Denn es ist kaum möglich, alle Schimmelnester aus den Abbrüchen im Silo vor dem Füttern zu entfernen. Alles in allem ein teurer „Silierunfall“, den es zu verhindern gilt.

Die uns hierzu bekannten Silagen hatten einen Trockensubstanz (TS)-Gehalt von nur rund 27% – auf den ersten Eindruck sagt man: Zu wenig angewelkt! Doch in diesen Fällen sind mehrere Faktoren zusammengekommen. Wir haben uns bei Betroffenen und Experten für Silomanagement und Grasernte nach möglichen Parallelen in den Ursachen erkundigt.

Frühe, zu schnelle Ernte und kurze tHL

Als Besonderheiten zur Ernte der besagten Silagen nannten die betroffenen Landwirte Folgendes:

  • Ein sehr früher Schnitt. Überdurchschnittliche Energie- und Eiweißgehalte; unterdurchschnittliche Werte in den Faserfraktionen NDF und ADF. Klebriges Häckselgut deutete auf hohe Zuckergehalte hin.
  • Das Ziel kürzerer theoretischer...


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