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Zwischenbilanz für KuhVision

Das 2016 gestartete Gemeinschaftsprojekt der deutschen Holstein-Zuchtorganisationen „KuhVision“ zur genomischen Typisierung des weiblichen Jungviehbestandes ist bisher erfolgreich verlaufen. Wie der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) am 15.11. mitteilte, hat die Mitgliedergruppe Milchrind ein sehr positives Zwischenfazit gezogen. Ziele des Projekts sind:

  • genomischen Service für die Züchter aufbauen
  • Werkzeug für das Herdenmanagement bieten
  • Kuh-Lernstichprobe für die Zuchtwertschätzung aufbauen
  • neue Merkmale im Bereich der Tiergesundheit und Klauengesundheit erfassen

Nach drei Jahren zähle BRS mehr als 140.000 typisierte Kühe mit Eigenleistungen in der Lernstichprobe. Für über 100.000 dieser Kühe lägen bereits Diagnosen zur Tier- bzw. Klauengesundheit vor. Rund 660 Betriebe sind dem Projekt KuhVision angeschlossen. Zusätzlich seien 830 weitere Betriebe, die die Vorteile der Herdentypisierung nutzten, an der Datensammlung beteiligt. Durch KuhVision könnten die Landwirte sehr frühzeitig Selektionsentscheidungen in der Jungviehherde treffen. Somit könnten sie schnell und gezielt das Herdenniveau in allen Merkmalsbereichen anheben, so der BRS. Durch die Datenerfassung neuer Merkmale sei es im Projekt seit April 2019 auch möglich, direkte Zuchtwerte im Bereich Gesundheit zu schätzen. Zudem gebe es Zuchtwerte für Mortellaro und Kälberfitness. Heute seien knapp 15% aller Herdbuchkühe typisiert, Anteil steigend.

Quelle: AgE