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Wertschöpfung in Milchviehbetrieben gesunken

Nachdem sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland in den Jahren 2010 und 2011 von der Milchkrise erholen konnten, hat sich die Lage in den Milchviehbetrieben insgesamt wieder spürbar verschlechtert.

Dies zeigen auch die Ergebnisse einer Modellrechnung der AMI für den Produktionszweig Milchviehhaltung, wonach sich die Marge zwischen Erlösen und variablen Kosten bis zur Jahresmitte deutlich verringert hat. Seit Jahresbeginn haben sich die wichtigen Kenngrößen der Milchproduktion zuungunsten der Erzeuger verändert. Die Milcherzeugerpreise, die rund 90 Prozent der Erlöse dieses Produktionszweiges ausmachen, haben bis Juli deutlich nachgegeben. Zeitgleich sind die Kosten kräftig gestiegen. Vor allem für Futtermittel mussten die Milcherzeuger im Einkauf nochmals deutlich mehr Geld zahlen. Dies war bei Futtergetreide und Milchleistungsfutter, am stärksten jedoch beim Sojaschrot der Fall. Durch die aus Erzeugersicht ungünstigen Entwicklungen sowohl bei den Erlösen, als auch bei den Kosten, ist die Differenz aus Gesamterlösen und variablen Kosten im Jahr 2012 um mehr als ein Drittel zurückgegangen.