In Öko-Milch 2014 seltener MRSA nachgewiesen

Laut dem Bericht zum Zoonosen-Monitoring 2014, den das Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vergangene Woche vorgestellt hat, wurden in Rohmilch-Proben aus ökologischer Produktion seltener Zoonose-Erreger und multiresistente Keime nachgewiesen, als in denen von konventionell erzeugter Milch. In der Erhebung seien in 9,7 % der untersuchten Rohmilch-Proben aus konventionellen Milchviehbetrieben MRSA (methicillin-resistenter Staphylococcus aureus)-Keime nachgewiesen worden, während in den ökologischen Betrieben 1,7 % der Proben MRSA-positiv ausgefallen seien.
Die BVL-Wissenschaftler betonten im Bericht allerdings ausdrücklich, dass die Erhebung keine umfassenden, allgemeinen Aussagen zur Belastung von roher Milch mit humanpathogenen Keimen aus ökologischer oder konventioneller Produktion zulasse! Dazu seien in jedem Fall weitere gezielte Untersuchungen notwendig.
Das BVL erklärt zudem, dass der Verzehr oder die Handhabung von mit MRSA belasteten Lebensmitteln – in der Untersuchung handelte es sich um Rohmilch! – nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft für den durchschnittlichen Verbraucher nicht mit einem erhöhten Risiko verbunden sei. Ein erhöhtes Risiko, durch solche Keime zu erkranken, bestehe lediglich für Menschen, die einen häufigen Kontakt zu belasteten Tierbeständen hätten. Dies gelte beispielsweise für Landwirte und Tierärzte. (AgE)


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