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Milchsektor sensibler Bereich im europäisch-neuseeländischen Handelsabkommen

Mit den Verhandlungen der Europäischen Union mit Neuseeland über ein Freihandelsabkommen (FTA) wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2017 begonnen. Wie nach einem Treffen von EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström mit dem neuseeländischen Handelsminister Todd McClay am Dienstag vergangener Woche (7.3.) in Brüssel bekanntgegeben wurde, ist die Vorbereitungsphase für die Verhandlungen abgeschlossen. Wie aus einem Papier der Kommission zu den Gesprächen hervorgeht, ist der Handel mit Agrargütern ein für beide Seiten sensibler Bereich in den anstehenden Verhandlungen.

Von den Europäern wird eine größere Liberalisierung im Rahmen eines FTA mit Neuseeland insbesondere im Milchsektor kritisch gesehen, da umfangreiche Einfuhren von Milchpulver und Butter in die EU und entsprechender Preisdruck befürchtet werden. EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat deshalb mehrfach betont, dass er sich für Sonderregeln in diesem Bereich einsetzen werde. Die polnische Delegation hatte sich auf dem Agrarratstreffen Ende Januar für ein komplettes Aussparen des Milchsektors aus den Verhandlungen ausgesprochen und war dabei von einer Reihe weiterer Mitgliedstaaten unterstützt worden. In dem betreffenden Papier der Kommission wird der Milchsektor allerdings bisher nicht gesondert erwähnt.

Quelle: AgE