DMK-Kündiger ergreifen mit MEGs Eigeninitiative

Auf der Milchtagung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) berichteten Milcherzeuger, die ihren Molkereien, (insbesondere dem Deutschen Milchkontor, DMK) gekündigt haben, über die eigenständig organisierte Vermarktung ihrer Milch. 
So etwa Milcherzeuger der Milcherzeuger-Gemeinschaft (MEG) Osnabrück, die 20 Mio. kg Milch gebündelt hat. Sie verhandle im Auftrag der Mitglieder mit unterschiedlichen Molkereien über die Milchlieferung. „Festgelegt werden Menge, Preis und Qualitätskriterien. Wir reden mit den Molkereien auf Augenhöhe und bestimmen selbst mit. Darauf kommt es an“, erklärte ein Mitgründer der MEG, Ansgar Stockhoff. Die MEG Osnabrück arbeite eng mit der übergeordneten Nord-MEG zusammen, insbesondere in rechtlichen Fragen.
Milcherzeuger aus dem Kreis Coesfeld, die beim DMK gekündigt haben, haben sich dagegen für die Form eines Geschäftsfeldes beim bundesweiten MEG Milchboard entschieden. Das erfordere deutlich weniger Aufwand vor Ort als eine eigenständige MEG, berichtet die AbL.
Über die Erfahrungen von Liefergemeinschaften bei Biomilch berichtete Johannes Berger, Sprecher der Bio-MEG Nord. Wichtig sei, als Erzeuger-Gemeinschaft bei den einzelnen Molkereien eine „kritische Masse“ der Bündelung zu haben, um gute Verträge und Preise zu erreichen. Berger berichtete auch von Vorsorgemaßnahmen der Bio-MEG Nord zusammen mit Biomolkereien für den Fall, dass durch ein weiteres Umstellen von Betrieben kurzzeitig ein Überangebot entstehen sollte. Derzeit gebe es aber keine Anzeichen dafür, dieses A-B-Preismodell einsetzen zu müssen.
Quelle: AbL, 07.03.2017


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