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DBV erwartet rückläufige Milcherzeugung im zweiten Halbjahr

Der Deutsche Bauernverband (DBV) rechnet für die zweite Jahreshälfte 2012 mit einer rückläufigen Milchproduktion. Als Grund nannte der DBV vergangene Woche in Berlin die sich in Teilen Deutschlands abzeichnende Entwicklung im Grundfutter- und Kraftfutterbereich. Fielen in den kommenden Wochen in einigen Regionen nicht ausreichend Niederschläge, werde sich die Grundfuttersituation verschärfen und die Futterkosten in die Höhe schnellen, berichtete der Bauernverband. Durch das derzeitige Niederschlagdefizit wachse das Grünland regional nur unzureichend. Eine ähnliche „Zitterpartie“ beim Grünland hätten die Milchbauern schon im Jahr 2011 erlebt, in dem nur über eine sehr gute Maisernte die Futterversorgung der Milchkühe habe sichergestellt werden können.

Mit den Auswinterungsschäden auf vielen Getreideflächen würden die Futterkosten anziehen und sich die Energie- beziehungsweise Eiweißversorgung über Getreide und Raps verknappen, stellte der DBV fest. Er zitierte den Milchbauern Bernhard Groß aus dem brandenburgischen Ranzig, der am Rande der Brandenburger Landwirtschaftsmesse von einem überproportionalen Anstieg der Kosten bei der Milcherzeugung berichtete. „Preissteigerungen von teilweise bis zu 20 % gegenüber dem Vorjahr für Energie, Saatgut, Düngemittel oder Futter verschlechtern unsere Erlös- und Einkommenssituation“, sagte Groß.