Melktechnik

Zitzengummis nach 2.000 Melkungen wechseln

Zitzengummis sind die einzigen Teile eines Melkzeuges, die tatsächlich mit der Zitze in Berührung kommen. Sie tragen daher eine große Verantwortung und sind für ein schnelles, schonendes und vollständiges Ausmelken der Kuh zuständig. Viele Landwirte zögern das Wechseln der Zitzengummis oft hinaus, um Kosten zu sparen. Warum Sie das unbedingt vermeiden sollten und welche Folgen bei einem zu späten Wechsel entstehen, erfahren Sie hier!

Mit zunehmendem Alter verändern sich sukzessive Form, Oberfläche und Anpassungsfähigkeit eines Zitzengummis. Diese allmähliche Verschlechterung kann feine aber dennoch bedeutende Veränderungen im Melkvorgang hervorrufen. Sowohl die innere Oberfläche der Zitzengummis als auch der Melkerfolg verschlechtern sich nach Ablauf der empfohlenen Nutzungsdauer meist rapide. Das zeigt sich insbesondere durch:
  • Erhöhung der durchschnittlichen Melkzeit pro Kuh.
  • Häufiges Abrutschen des Zitzenbechers von der Zitze.
  • Unvollständiges Ausmelken des Euters.
  • Verschlechterung der Zitzenkondition, sowie Schädigungen an der Zitzenspitze.
  • Rückgang der Milchleistung.
  • Erhöhtes Mastitisrisiko.

  • Erhöhung der durchschnittlichen Melkzeit pro Kuh.
  • Häufiges Abrutschen des Zitzenbechers von der Zitze.
  • Unvollständiges Ausmelken des Euters.
  • Verschlechterung der Zitzenkondition, sowie Schädigungen an der Zitzenspitze.
  • Rückgang der Milchleistung.
  • Erhöhtes Mastitisrisiko.

Vorbeugen ist besser als heilen - Wechseln Sie regelmäßig die Zitzengummis Ihrer Melkzeuge, beachten Sie dabei die Empfehlung des Herstellers. Nur so können Sie Einbußen aufgrund von ausgedienten Zitzengummis vermeiden. Achten Sie darauf, alle vier Zitzengummis gleichzeitig zu erneuern. Gleiche Melkeigenschaften an allen vier Zitzen werden so sichergestellt. Der Zitzengummi sollte im Zitzenbecher um 5 – 15 % im Vergleich zur Orginalgröße gestreckt sein, nur dann sitzt er richtig. Können Sie nach dem Wechseln der Zitzengummis deutliche Verbesserungen im Melkerfolg feststellen, wurden die alten zu lange genutzt!

Verschlechterung bereits nach der ersten Melkung

Bereits ab der ersten Nutzung verlieren die Zitzengummis an Spannung, nehmen Fette auf und bieten so einen Nährboden für Bakterien. Wurden ausreichend Kühe mit den gleichen Zitzengummis gemolken, ist diese Verschlechterung so weit fortgeschritten, dass sich der Melkvorgang stark verzögert. Zitzenschädigungen werden begünstigt und die Gefahr von Mastitis steigt.
Die Lebensdauer von Zitzengummis wird beeinflusst durch:
  • Materialeigenschaften der Zitzengummis
  • Art der Lagerung, Reinigung und der Nutzung
  • Intensität, in der sie der Sonne, Hitze und Chemikalien ausgesetzt sind

  • Materialeigenschaften der Zitzengummis
  • Art der Lagerung, Reinigung und der Nutzung
  • Intensität, in der sie der Sonne, Hitze und Chemikalien ausgesetzt sind

Lebensdauer anhand der Anzahl der Melkungen berechnen

Die meisten farbigen Silikonzitzengummis halten ca. 1.500 bis 2.000 Stunden, schwarze Kautschukgummis nur ca. 750 Stunden. Nach jedem Wechsel der Zitzengummis sollten Sie anhand der Anzahl der Melkvorgänge berechnen, wann der nächste Austausch fällig ist. Dabei hilft Ihnen folgende Formel:

(2.000 * Anzahl Melkplätze) / (Herdengröße * Melkungen pro Tag) = Anzahl der Tage bis zum nächsten Wechsel

Bei einer Herde mit beispielsweise 120 Kühen, die zweimal täglich in einem 12er Swing-Over Melkstand gemolken werden, müssten die Zitzengummis so nach 100 Tagen ausgetauscht werden (2.000*12)/(120*2) = 100.


Quelle: National Mastitis Council, Dairy Austrailia´s Countdown from guidelines


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