Weideland-Charta soll Kühe auf die Wiese locken

Immer weniger Kühe grasen unter freiem Himmel, stattdessen verbringen sie Ihr Leben im Stall. Um das Image der Milchviehhaltung aufzupolieren, hat das Land Niedersachsen die "Charta Weideland" ins Leben gerufen.

Am Mittwoch hat der Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) zusammen mit dem Grünlandzentrum Niedersachsen-Bremen und rund 20 Vertretern aus der Landwirtschaft und Wirtschaft die „Charta Weideland“ in Aurich unterzeichnet. „Das Dokument ist ein klares Bekenntnis sowohl zum Erhalt der Weidehaltung als auch zur Förderung von Grünland, Tierwohl, kultureller Tradition und Artenvielfalt“, so Meyer.
Die Unterzeichner -zusammengeschlossen im Projekt „Weideland Niedersachsen“- (z.B. Bauernverband, Landesvereinigung Milch, Universität Göttingen, Molkereien, weiterverarbeitende Industrie, Lebensmitteleinzelhandel, Naturschutz-, Umweltschutz-, und Verbraucherschutzverbände) erklären sich bereit, entsprechend Ihrer Rollen und Möglichkeiten in der Milchwirtschaft und Gesellschaft, Weidehaltung zu fördern.
Hintergrund der Charta ist, das von weidenden Kühen geprägte Bild der Landwirtschaft zu erhalten. Denn Weidehaltung -als Imagefaktor- trägt einen maßgeblichen Anteil daran, diese landwirtschaftliche Produktionsform in der Bevölkerung sichtbar und wahrnehmbar zu machen. Jedoch wandelte sich in den letzten Jahren die Entwicklung in der Milchviehhaltung. Immer mehr Betriebe entscheiden sich dazu, die Weidehaltung zugunsten überwiegender oder ganzjähriger Stallhaltung aufzugeben. Sollte sich diese Tendenz fortsetzen, ist zu erwarten, dass in wenigen Jahren die Mehrheit der Kühe ganzjährig im Stall gehalten wird. Die Charta will diesem Wandel entgegenwirken. Das Ziel ist eine Aufrechterhaltung der Weidhaltung von Milchkühen und ein damit verbundener Erhalt des Grünlandes.

Bessere Kennzeichnung von Weidemilch nötig

Laut einer Studie der Uni Göttingen signalisieren die Verbraucher eine hohe Zahlungsbereitschaft sowohl für zertifizierte Weidemilch als auch für Förderprogramme zur Honorierung dieser Landwirte. Voraussetzung ist eine verbesserte Wahrnehmung dieser Produkte. Eine bessere Kennzeichnung der Weidemilch wird noch im Projekt „Weideland Niedersachsen“ erarbeitet. Für das dreijährige Projekt stellt das Landwirtschaftsministerium fast 290.000 € zur Verfügung. Projektziele sind:

  • Die Produktionsverfahren der Milcherzeugung sollen weiterhin vielfältig bleiben.
  • Die positiven Eigenschaften von Beweidung auf die Umwelt, die Tiergesundheit und das Tierwohl sollen erhalten bleiben.
  • Die Kommunikation zwischen den Produzenten und Konsumenten muss transparent und ehrlich sein.
  • Die Branche der Milchwirtschaft soll nicht gegeneinander ausgespielt werden.
  • Die Wirtschaftlichkeit der Weidehaltung muss gewährleistet bleiben.
  • Mit Weidehaltung die Positive Wahrnehmung der Milchwirtschaft fördern und erhalten.

  • Die Produktionsverfahren der Milcherzeugung sollen weiterhin vielfältig bleiben.
  • Die positiven Eigenschaften von Beweidung auf die Umwelt, die Tiergesundheit und das Tierwohl sollen erhalten bleiben.
  • Die Kommunikation zwischen den Produzenten und Konsumenten muss transparent und ehrlich sein.
  • Die Branche der Milchwirtschaft soll nicht gegeneinander ausgespielt werden.
  • Die Wirtschaftlichkeit der Weidehaltung muss gewährleistet bleiben.
  • Mit Weidehaltung die Positive Wahrnehmung der Milchwirtschaft fördern und erhalten.


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