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Milchquote: Bundesweite Handelbarkeit vom Tisch

Auch 20 Jahre nach der Wende bleibt Deutschland ein geteiltes Land, zumindest in puncto Milchquotenübertragung. Es wird auch weiterhin bei den zwei getrennten Milchquotenübertragungsgebieten Ost und West bleiben. Darauf einigten sich am 30. April 2010 die Agrarminister von Bund und Ländern in Plön.

„Die Übertragungsgebiete werden beibehalten", sagte der Agrarminister von Mecklenburg-Vorpommern Till Backhaus. Das berichtet die agrarzeitung.

Der Bundesrat hatte sich Anfang des Jahres gegen den Willen der ostdeutschen Bundesländer für ein einheitliches Übertragungsgebiet für die Milchquote in Deutschland ausgesprochen. Das haben die Länderagrarminister nun aufgehoben. Für eine Vereinigung wären Staatsverträge mit allen Bundesländern nötig gewesen. Dazu sind die ostdeutschen Bundesländer aber nicht bereit. Um einen Stau beim Verkauf der Milchquote bis zu deren Ende 2015 vorzubeugen, überlegen die Agrarminister, zusätzliche Börsentermine zu schaffen. Außerdem soll die bisherige Bindungsfrist von Kuhstallneubauten an die Milchquote gelockert oder sogar aufgehoben werden. Zudem soll bei der nächsten Agrarminister-Konferenz über eine Reduzierung der Superabgabe beraten werden.