Klimawandel, was erwartet den Futterbau?

Ja, Deutschlands Pflanzenbau und damit auch der Futterbau der Milchviehbetriebe ist verwundbar durch das sich wandelnde Klima. Wie stark ist häufig regional bedingt. Dies sind Ergebnisse einer jetzt veröffentlichten Studie von 16 Bundesbehörden und -institutionen.

Heute beginnt der UN-Klimagipfel in Frankreich. Passend dazu legten vergangene Woche insgesamt 16 Bundesbehörden und -institutionen ihre vom Umweltbundesamt (UBA) in Auftrag gegebene Studie Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel" vor. Auch im Pflanzenbau wird sich das veränderte Klima bemerkbar machen. Den Ergebnissen der Studie zufolge werde ein früherer Vegetationsbeginn infolge steigender Temperaturen sowie trockenheitsbedingte Ertragsminderungen prognostiziert:
  • Vor allem in Nord- und Ostdeutschland müssen sich die Landwirte bedingt durch vermehrter sommerlicher Trockenperioden auf Ertragsminderungen etwa bei Winterweizen und Silomais einstellen.
  • Demgegenüber könne es unter der Annahme einer nur moderaten Klimaänderung in den kühleren Gebieten mit genügend Wasserversorgung, etwa im Nordwesten Deutschlands, auch zu Ertragszunahmen kommen. Darüber hinaus seien bei einzelnen Nutzpflanzensorten Erntegewinne möglich.
  • Vermehrte Hitzeschäden durch extrem heiße Tage erwarten die Autoren vor allem in Ostdeutschland, dem Rheintal und Süddeutschland.
  • Dagegen werde das bislang in Süddeutschland und den Mittelgebirgslagen bestehende Ausfallrisiko durch Wechselfröste geringer.
  • Die Schäden durch Wetterextreme wie zum Beispiel Starkregen beurteilen die Experten als „nicht absehbar“. Vor allem hier bestehe noch deutlicher Forschungsbedarf.
  • Der frühere Vegetationsbeginn könnte sich teilweise auch positiv für die Betriebe auswirken. So könne zum Beispiel der Anbau wärmeliebender Nutzpflanzen wie Sojabohnen besser möglich werden.
  • Deutschlandweit und über alle Pflanzenarten hinweg werde sich durch den Klimawandel der Druck durch Schädlinge verstärken. Sie dürften von milderen Wintern profitieren und könnten sich besser vermehren. Tierische Schaderreger könnten dadurch an Bedeutung gewinnen. 
  • Pilzkrankheiten, die eher an feuchte Bedingungen gekoppelt seien, dürften dagegen seltener auftreten.
  • Die Anpassungsfähigkeit der Landwirtschaft an die Erderwärmung wird in der Studie als mittel bis hoch bewertet. Aufgrund der großen Verfügbarkeit von Sorten und Fruchtarten für die verschiedensten Klimaregionen und der Möglichkeit eines schnellen Umbaus könne die Landwirtschaft gut und kurzfristig reagieren.
  • Probleme könne es am ehesten im Bereich der Bewässerung sowie beim Pflanzenschutz geben. Vor allem ein vermehrter Insektizideinsatz könne in Konflikt mit Zielen in anderen Handlungsfeldern, etwa dem Artenschutz, geraten. 

  • Vor allem in Nord- und Ostdeutschland müssen sich die Landwirte bedingt durch vermehrter sommerlicher Trockenperioden auf Ertragsminderungen etwa bei Winterweizen und Silomais einstellen.
  • Demgegenüber könne es unter der Annahme einer nur moderaten Klimaänderung in den kühleren Gebieten mit genügend Wasserversorgung, etwa im Nordwesten Deutschlands, auch zu Ertragszunahmen kommen. Darüber hinaus seien bei einzelnen Nutzpflanzensorten Erntegewinne möglich.
  • Vermehrte Hitzeschäden durch extrem heiße Tage erwarten die Autoren vor allem in Ostdeutschland, dem Rheintal und Süddeutschland.
  • Dagegen werde das bislang in Süddeutschland und den Mittelgebirgslagen bestehende Ausfallrisiko durch Wechselfröste geringer.
  • Die Schäden durch Wetterextreme wie zum Beispiel Starkregen beurteilen die Experten als „nicht absehbar“. Vor allem hier bestehe noch deutlicher Forschungsbedarf.
  • Der frühere Vegetationsbeginn könnte sich teilweise auch positiv für die Betriebe auswirken. So könne zum Beispiel der Anbau wärmeliebender Nutzpflanzen wie Sojabohnen besser möglich werden.
  • Deutschlandweit und über alle Pflanzenarten hinweg werde sich durch den Klimawandel der Druck durch Schädlinge verstärken. Sie dürften von milderen Wintern profitieren und könnten sich besser vermehren. Tierische Schaderreger könnten dadurch an Bedeutung gewinnen. 
  • Pilzkrankheiten, die eher an feuchte Bedingungen gekoppelt seien, dürften dagegen seltener auftreten.
  • Die Anpassungsfähigkeit der Landwirtschaft an die Erderwärmung wird in der Studie als mittel bis hoch bewertet. Aufgrund der großen Verfügbarkeit von Sorten und Fruchtarten für die verschiedensten Klimaregionen und der Möglichkeit eines schnellen Umbaus könne die Landwirtschaft gut und kurzfristig reagieren.
  • Probleme könne es am ehesten im Bereich der Bewässerung sowie beim Pflanzenschutz geben. Vor allem ein vermehrter Insektizideinsatz könne in Konflikt mit Zielen in anderen Handlungsfeldern, etwa dem Artenschutz, geraten. 

Die Auswirkungen des Klimawandels wurden in der Untersuchung für zwei Szenarien, nämlich den schwachen und den starken Klimawandelt, berechnet. Grundlage für die Szenarienbildung waren zahlreiche regionale und globale Klimaprojektionen, die gesammelt und kollektiv ausgewertet wurden. Die Studie soll die Grundlage für Vorsorgemaßnahmen der Bundesregierung bilden und dazu dienen, die Deutsche Strategie zur Anpassung an den Klimawandel weiterzuentwickeln. (AgE)
Mehr Informationen dazu, wie sich der Klimawandel auf den Futterbau auswirken könnte und wie man sich gegen das Ausfallrisiko absichern kann, lesen Sie in dem Elite Onlineartikel "Extremwetter erfordert Anpassung auch im Futterbau". Hier finden Sie Ergebnisse und Praxis-Tipps aus einem mehrjährigen Verbundprojekt, bei dem Forscher im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) die langfristigen Folgen (bis 2100) des Klimawandels für die Land- und Forstwirtschaft in Deutschland untersucht haben.


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