Fruchtbarkeit hat viele Ursachen

Bei höherer Leistung steigt der Anteil an Kühen mit geringer Brunstintensität und verkürzter Brunstdauer. In Milchviehbetrieben mit Arbeitszeitproblemen erschwert das die Brunsterkennung und das Fruchtbarkeitsmanagement zusätzlich.

Brunsterkennung – der limitierte Faktor beim Furchtbarkeitsmanagement
Mangelhafte Brunstbeobachtung lässt sich aufdecken: Wenn mehr als 5 bis 10 % der Kühe doppelt besamt werden und/oder bei mehr als 10 % der Kühe der Abstand zwischen zwei Besamungen 25 bis 35 Tage beträgt, liegt etwas im Argen. Der Einsatz von Brunsterkennungssystemen, die über eine Aktivitätsmessung funktionieren, wie etwa Pedometer oder Heattime, bietet eine Möglichkeit, die Brunsterkennung zu verbessern. Ziel ist, einen möglichst hohen Anteil der brünstigen Kühe zu erkennen. Der Anteil erkannter Brunsten sollte über 90 % liegen.
 
Fruchtbarkeit wird multifaktoriell beeinflusst
Die Fruchtbarkeitsleistung der Kühe ist jedoch nicht nur von der Brunsterkennungsrate abhängig. Sie wird schon vom ersten Lebenstag an durch das im Betrieb vorherrschende Management geprägt. Einen direkten Einfluss auf die reproduktive Leistung eines Rindes oder einer Kuh hat bereits die Qualität der Jungviehaufzucht.
Weitere Faktoren, die sich unmittelbar auf die Fruchtbarkeit auswirken:
  • Arbeitszeitprobleme, gerade in wachsenden Betrieben, sowie die Mitarbeiterqualifikation.
  • das Trockenstehermanagement: insbesondere eine Vernachlässigung der Kühe und Färsen in der fortgeschrittenen Trächtigkeit ist problematisch.
  • das Abkalbemanagement: die Abläufe rund um den Geburtsverlauf wirken sich, neben der Gesundheit der Kuh, auch auf die Gesundheit des Kalbes und die Totgeburtenrate aus.
  • das Rastzeitmanagement: die Art und Weise der Brunstbeobachtung und deren Dokumentation beeinflusst geradewegs die Dauer bis zur erfolgreichen Besamung.
  • unzureichende Kenntnisse über die Fruchtbarkeitshormone des Rindes und über deren Einsatz im Fruchtbarkeitsmanagement.
  • Eutergesundheitsstörungen und Färsenmastitis.

  • Arbeitszeitprobleme, gerade in wachsenden Betrieben, sowie die Mitarbeiterqualifikation.
  • das Trockenstehermanagement: insbesondere eine Vernachlässigung der Kühe und Färsen in der fortgeschrittenen Trächtigkeit ist problematisch.
  • das Abkalbemanagement: die Abläufe rund um den Geburtsverlauf wirken sich, neben der Gesundheit der Kuh, auch auf die Gesundheit des Kalbes und die Totgeburtenrate aus.
  • das Rastzeitmanagement: die Art und Weise der Brunstbeobachtung und deren Dokumentation beeinflusst geradewegs die Dauer bis zur erfolgreichen Besamung.
  • unzureichende Kenntnisse über die Fruchtbarkeitshormone des Rindes und über deren Einsatz im Fruchtbarkeitsmanagement.
  • Eutergesundheitsstörungen und Färsenmastitis.

Neben der stetigen Optimierung der gängigen Praxis in allen Teilbereichen ist auch erfolgsentscheidend, in allen Betriebsabläufen peinlich genau auf Hygiene zu achten.
Überprüfung der Reproduktionsleistung
Damit Probleme früher erkannt werden, braucht man kontinuierliche betriebliche Auswertungen: die Zwischenkalbezeit, die Rastzeiten, die Erstbesamungserfolge, die Trächtigkeitsraten, die Zwischenbesamungszeit und der Besamungsindex. Auf Basis der Besamungs- und Leistungsdaten lassen sich gute Indikatoren finden, die für eine qualifizierte Fruchtbarkeits-Beratung genutzt werden können. Da die Reproduktionsleistung von vielen Faktoren beeinflusst wird und jeder Betrieb anders ist, gibt es kein fertiges Konzept für eine gute Fruchtbarkeit. Daher sind ein gutes Herdenmanagement und eine gute Bestandsbetreuung unabdingbar.
 
Frau Dr. Wesenauer, Stationstierärztin, RMV GmbH in Woldegk


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