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Australien

Bunte Kühe, Chicory und teures Wasser

Eigentlich sollten die Milchfarmer in Australien Milcherzeugung unschlagbar kostengünstig produzieren, schließlich benötigen sie keine Ställe, da die Kühe 24 Stunden an 365 Tagen weiden. Aber dem ist nicht so!

Die Margen sind auch in Australien sehr gering; neben volatilen Milchpreisen stellen die zunehmenden Umweltauflagen sowie Klimaschwankungen viele Milchfarmer vor große Herausforderungen. So konzentriert sich z.B. der Niederschlag immer mehr auf die Wintermonate, im Sommer regnet es häufig wochenlang nicht. Fehlende Bodenfeuchtigkeit gepaart mit hohen Temperaturen von nicht selten über 30 C führen dazu, dass die Weiden vertrocknen. Deshalb setzen immer mehr Farmer auf die Beregnung von (Acker)Futterflächen. Doch das dazu benötigte Wasser ist teuer, denn vor einigen Jahren hat die Regierung die Wasserentnahme massiv eingeschränkt. Farmer müssen sich die reglementierten Wasserentnahmerechte kaufen … eine Verfügbarkeit nicht gewährleistet.

In Zeiten des steigenden Kostendrucks setzen die Milchfarmer vermehrt auf Optimierungen im Futterbau (z.B. den Anbau von Chicory) und auf eine hohe Arbeitsproduktivität (in Australien gilt ein relativ hoher Mindestlohn von17,70 $ pro Stunde).

Im Frühjahr 2018 haben wir in Australien, im Bundesstaat Victoria, mehrere Milchfarmen besucht und uns über das weidebasierte Produktionssystem informiert. Informationen zu den besuchten Milchfarmen finden Sie hier