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Arla will deutlich mehr Milch erfassen

Die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods will die Milchmenge in den kommenden fünf Jahren deutlich steigern: bis 2020 sollen 2,5 Mrd. kg Milch hinzukommen.

Arla Foods, einer der größten Milchverarbeiter Europas, erwartet, dass der Milchausstoß seiner Mitgliedsbetriebe in den nächsten fünf Jahren um 18 Prozent ansteigen wird. Das prognostiziert die jetzt vorgestellte Wachstumsstrategie "Good Growth 2020". Seit 2007 hat das Molkereiunternehmen bereits die Milchmenge von 8 auf 14 Mrd. kg nahezu fast verdoppelt (dieses Wachstum ist sowohl auf Fusionen als auch auf organisches Wachstum der Milcherzeugung von Arlas Genossenschaftsmitgliedern zurückzuführen). Zwar seien die globalen Milchpreise gesunken, man erwarte aber bereits zu Beginn 2016 eine deutliche Erholung, nicht zuletzt, weil sich die Nachfrage aus China wieder erhöhen werde, teilt Arla Foods in einer Pressemiteilung mit. China habe seine Lagerbestände abgebaut und der Nachschub aus Ländern außerhalb Europas verringere sich.

Acht Produktkategorien – sechs Marktregionen

Der neu vorgestellte Wachstumsplan "Good Growth 2020" sieht weiterhin vor, acht Produktkategorien zu priorisieren, in denen Arla künftig hervorstechen will: Butter und Mischstreichfette, Streichkäse, Käsespezialitäten, Milchgetränke und Joghurt, Milch und Milchpulver sowie Mozzarella und Zutaten. Dabei will sich das Unternehmen auf sechs größere Marktregionen konzentrieren, nämlich Europa, Naher Osten, China, Russland, Nigeria und die USA. „Wir verstärken unsere Anstrengungen in den USA und Nigeria und bauen weiterhin auf unsere Positionen in Europa, dem Nahen Osten und in China“, sagt der Vorstandsvorsitzende von Arla, Peder Tuborgh.

In den vergangenen fünf Jahren ist der Molkereikonzern vor allem durch sechs Fusionen in Zentraleuropa, Großbritannien und Schweden gewachsen. Künftig rechnet die Molkerei mit einem verstärkten Wachstum außerhalb der EU. Die Hälfte des Wachstums werde in den kommenden fünf Jahren durch „hinzugewonnene Marktanteile außerhalb der EU stattfinden, bekräftig Arla CEO Peder Tuborgh.

12.700 Genossen

Das organische Wachstum bei der Rohmilch bietet laut Åke Hantoft, Aufsichtsratsvorsitzender von Arla Foods, der Genossenschaft die Möglichkeit, neues Wachstum für die 12.700 Genossenschaftsmitglieder zu generieren.

Arla Foods ist im Besitz von rund 12.700 Milchbauern aus Schweden, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden. Nach dem Zusammenschluss mit der Milch-Union Hocheifel eG in 2012 ist Arla Foods das drittgrößte Molkereiunternehmen in Deutschland.