Was zeigt die Pregnancy Rate?

Die Pregnancy Rate ist eine wichtige Kennzahl, um das aktuelle Fruchtbarkeitsmanagement in der eigenen Herde zu überprüfen. Sie hat zudem großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit.
Kühe, die nicht rechtzeitig wieder tragend werden, kosten richtig viel Geld. Zudem sind Fruchtbarkeitsstörungen noch immer eine der häufigsten Abgangsursachen. Die Reproduktion wird von vielen Faktoren beeinflusst und ist gleichzeitig ein wichtiger Motor in der Milchkuhhaltung. In den Bereichen Brunsterkennung und Besamungserfolg gibt es große Unterschiede zwischen Betrieben. Sie sind vor allem auf das Management und somit mehr auf den Faktor Mensch als auf die Kühe selbst zurückzuführen.
Deshalb ist es so wichtig, das eigene Management anhand von Kennzahlen regelmäßig zu überprüfen. Wichtig ist, dass die Kennzahlen zur betriebsindividuellen Reproduktions-Strategie passen. Dementsprechend sollten realistische Zielwerte aufgestellt und Daten dauerhaft erfasst werden. Der monatliche LKV-Bericht stellt zwar Daten wie die Zwischenkalbezeit oder den Besamungsindex zur Verfügung. Doch gerade diese beiden Werte beschreiben nur die „Vergangenheit“. Zum regelmäßigen Controlling sollten vor allem diese Kennzahlen genutzt werden, da sie aktueller und zukunftsweisend sind:

Kennzahlen zur eigenen Kontrolle

  • Brunstnutzungsrate (BNR): Die Brunstnutzungsrate gibt an, wie viel Prozent der brünstigen Kühe gesehen und tatsächlich besamt werden. Bei einer visuellen Brunsterkennung sollten mindestens 50%, bei automatischer Aktivitätsmessung mindestens 70% aller Brunsten erkannt werden.
  • Konzeptionsrate (KZR): Die Konzeptionsrate spiegelt den Besamungserfolg wider. Sie zeigt, wie viel Prozent aller besamten Tiere tragend geworden sind. Zielwerte sind mindestens 50% bei Erstbesamungen und 45% bei Nachbesamungen.
  • Pregnancy Rate (PR): Die Pregnancy Rate (oder Preg-Rate) stellt den aktuellen Reproduktionserfolg zusammenfassend dar. Sie gibt an, wie viel Prozent aller zur Besamung anstehenden Kühe im 21-Tage-Zyklus trächtig geworden sind. Dafür wird zuerst der Anteil erkannter Brunsten und im zweiten Schritt der tatsächliche Besamungserfolg berechnet (Übersicht 1). Sie umfasst also sowohl Brunsterkennung als auch Besamungserfolg. Da sich die freiwillige Wartezeit je nach Betrieb unterscheidet, wird die Kuh erst nach Beendigung der freiwilligen Wartezeit in der Berechnung der Preg-Rate mitgezählt. Abgangskühe, die nicht mehr besamt werden (zuchtuntauglich), fließen nicht in die Berechnung ein.

  • Brunstnutzungsrate (BNR): Die Brunstnutzungsrate gibt an, wie viel Prozent der brünstigen Kühe gesehen und tatsächlich besamt werden. Bei einer visuellen Brunsterkennung sollten mindestens 50%, bei automatischer Aktivitätsmessung mindestens 70% aller Brunsten erkannt werden.
  • Konzeptionsrate (KZR): Die Konzeptionsrate spiegelt den Besamungserfolg wider. Sie zeigt, wie viel Prozent aller besamten Tiere tragend geworden sind. Zielwerte sind mindestens 50% bei Erstbesamungen und 45% bei Nachbesamungen.
  • Pregnancy Rate (PR): Die Pregnancy Rate (oder Preg-Rate) stellt den aktuellen Reproduktionserfolg zusammenfassend dar. Sie gibt an, wie viel Prozent aller zur Besamung anstehenden Kühe im 21-Tage-Zyklus trächtig geworden sind. Dafür wird zuerst der Anteil erkannter Brunsten und im zweiten Schritt der tatsächliche Besamungserfolg berechnet (Übersicht 1). Sie umfasst also sowohl Brunsterkennung als auch Besamungserfolg. Da sich die freiwillige Wartezeit je nach Betrieb unterscheidet, wird die Kuh erst nach Beendigung der freiwilligen Wartezeit in der Berechnung der Preg-Rate mitgezählt. Abgangskühe, die nicht mehr besamt werden (zuchtuntauglich), fließen nicht in die Berechnung ein.

Ziel: Pregnancy Rate von 25%

Eine hohe Pregnancy Rate führt zu gleichmäßigen Abkalbungen und einer höheren Milchleistung. Dadurch nimmt sie großen Einfluss auf das Bruttoeinkommen pro Kuh (Übersicht 2). Anzustreben ist eine Preg-Rate von 25% und mehr. Ab 28% wird der positive Effekt geringer. Auswertungen zeigen, dass deutsche Milcherzeuger im Durchschnitt eine Pregnancy Rate von ca. 19% erreichen. Die Spannweite ragt aber von 7% bis 34%, nur rund 30% der Herden liegen über 20%. Betriebe in den USA erreichen durchschnittlich fast 22%. Eine Studie aus den USA hat gezeigt, dass sich die Pregnancy Rate sogar stärker auf den wirtschaftlichen Erfolg auswirken kann als die abgelieferte Milchmenge. Eine Verbesserung um 10% kann den Gewinn pro Kuh und Jahr demnach um 50 bis 180 Euro erhöhen. Betriebswirtschaftliche Auswirkungen zeigen sich ca. zehn bis elf Monate später.
Über Herdenmanagementprogramme oder spezielle Auswertungen können die Kennzahlen für die eigene Herde erfasst und regelmäßig überprüft werden. Betriebsvergleiche oder eine Analyse durch zuständige Berater helfen, die Kennzahlen einzuordnen und Schwachstellen zu erkennen.-khk-
In Zusammenarbeit mit Matthias Deisting, World Wide Sires Deutschland


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Auf Kommentar antworten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen