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Sauer ist gar nicht so lustig

Pansenazidose kommt besonders in hochleistenden Herden häufig vor. Vor allem die subklinische Form bleibt dabei oft zu lange unerkannt und kann sich zu einem Bestandsproblem ausweiten!

Die Übersäuerung des Pansens von Kühen ist eine häufig unterschätzte Gefahr. Ein Absinken des Pansen-pH-Wertes in den zu sauren Bereich (subakut: je nach Autor pH 6,3 bis 5,8; akut: pH 5,5) kann grundsätzlich klinisch, subklinisch und chronisch verlaufen. Die Hauptursache liegt zumeist in der Fütterung. Neben Strukturmangel können auch ein plötzlicher Futterwechsel, Fehler in der Kraftfutterdosierung, ein Überschuss an leicht löslichen Kohlenhydraten oder Futterselektion Gründe sein. Zudem verschärfen Überbelegung und Hitzestress das Risiko. Besonders gefährdet sind Kühe während des Kalbezeitraumes und der Hochlaktation, sowie allgemein Färsen aufgrund ihrer geringeren Futteraufnahme bei einer häufig überproportional hohen Kraftfuttergabe.

Auf eine subklinische Azidose können ein plötzliches Absinken der Milchleistung ebenso wie eine abnehmende Körperkondition, Durchfall und ein geschwächtes Immunsystem hindeuten. Eine Verhornung der Pansenschleimhaut, Leberabszesse sowie...


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