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US Forscher entwickeln neuen Test zur Früherkennung von Mastitis

Forscher der Kansas State University (KSU) haben nach eigenen Aussagen einen Schnell-Test für die Früherkennung von Mastitis bei Milchkühen entwickelt, der auch günstiger sein soll als die derzeit verwendeten Diagnoseverfahren.

Der KSU-Matitis-Test basiert auf der bestehenden Nano-Technologie, die heute bereits in der Lage ist Krebszellen und Tumoren zu erkennen, bevor klinische Symptome auftreten. Die Wissenschaftler sind überzeugt, mit dem Test, ebenso wie z.B. Krebs im menschlichen Organismus, auch bei Kühen Entzündungen in den Eutern (Mastitis) aufspüren zu können. Hintergrund ist, dass mit dem Testverfahren einige spezifische Enzyme aufspüren lassen, welche die Entstehung von Krebs und Tumoren begünstigen. Diese Enzyme sollen auch Entzündungen im Euter auslösen.

Bei den klassischen Mastitis-Tests werden hingegen nur die absolute Höhe der Neutrophilen (Zellen), nicht jedoch deren Aktivität berücksichtigt, erläutert Deryl Troyer, Professor für Anatomie und Physiologie an der KSU, der gemeinsam mit seinem Kollegen Stefan Bossmann, Professur für Chemie, das innovative Testverfahren entwickelt hat. „Beim herkömmlichen Testverfahren (bakteriologische. Mastitisuntersuchung) werden häufig die „agressiven“ entzündungsauslösenden Zellen aufgrund ihrer geringen Anzahl zunächst nicht rechtzeitig erkannt.“

3 Enzyme sind verantwortlich

Von den über 30 identifizierten Enzymen haben laut Auskunft der Forscher sich drei heraus kristallisiert, die sehr bezeichnend für Mastitis sind. Diese drei dominierenden Zelltypen, die während der Mastitis, im entzündeten Euter herumreisen kann der Test laut Prof. Bossmann in ca. fünf Minuten identifizieren. Die Nanoplatform enthält eisenhaltige Nanopartikel, die mit einer Aminosäure gecoatet sind und einen fluoreszierenden Farbstoff.  Die Aminosäure und der Farbstoff reagieren mit den Enzymen in der Milch.

Die beiden Forscher hoffen nun, dass der Test künftig von den großen Kontrollvereinen (MLP) eingesetzt wird. Denn dadurch ist es nicht nur möglich, an subklinischer Mastitis erkrankte Kühe frühzeitig aufzuspüren, auch ließe sich dadurch die Ansteckungsgefahr (Übertragung von Kuh zu Kuh) in den Herden verringern.

Bei fortgesetzter Entwicklung, erwarten die beiden Wissenschaftler auch einen Stalltest für den Praxiseinsatz bzw. den Einsatz in Melkrobotern.

Quelle: KSU