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Schneeflut im Süden

In Süd-Ost-Deutschland und Österreich schneit es zum Teil ununterbrochen. Ob und wie die Elite-Leser trotzdem weitermelken, sehen Sie in der Bildergalerie!

Schwere Schneedecken auf den Dächern, gefürchtete Lawinenabgänge, Schneebruch und rutschige Fahrbahnen: Viele Orte und Landstriche im Süd-Osten Deutschlands versinken gerade im Schnee. Ein Kraftakt auch für die Milcherzeugerbetriebe. Vor allem fällt auf, dass die extremen Schneefälle ein regionales Phänomen zu sein scheinen. Während im Bodenseeraum alles noch human aussieht und auch im österreichischen Kärnten oder in Inzersdorf im Kremstal (Oberösterreich) überhaupt kein Schnee liegt, sind im Allgäu und auf dem Schwarzwald bereits Straßen gesperrt. Gemeinden wie Jachenau im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Schneeschaufeln und Stromausfall

Leser berichten vereinzelt von Stromausfällen und verspäteten Melkzeiten, auf einem Hof hat das Dach des Kälberstalls dem Gewicht der Schneemassen nachgegeben (glücklicherweise kam kein Kalb zu Schaden). Im Landkreis Bayreuth ist ebenfalls ein Stalldach eingebrochen, hier war ein kleiner Kuhstall betroffen, dessen Dach vermutlich durch Altersschwäche unter der ungewöhnlich hohen Schneelast nach gab. Die Kühe, die in dem Stall gehalten wurden, waren eingeschlossen und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Zu Schaden gekommen sind zum Glück aber auch hier keine Tiere oder Menschen.

Dennoch: Hingegen aller Befürchtungen läuft es auf den meisten Höfen, wie die Rückmeldungen aus den Ländern zeigen.

Die Milchwagenfahrer geben alles

Auch bei Eis und Schnee müssen die Sammeltankwagenfahrer der Molkereien fahren. So berichtet die Molkerei Berchtesgadener Land, dass in ihrem Einzugsgebiet heute teilweise der Katastrophenfall ausgerufen wurde! Starke Gefälle, gewaltige Steigungen und die schwappende Milch im Wagen sind bei Schnee und Eis eine noch größere Herausforderung für die Fahrer. Mit Schleuder- und Schneeketten rüsten sie ihre LKWs für die Extremtouren aus.

„Das Gefährlichste an den Fahrten auf schneebedeckter Fahrbahn ist, wenn das Fahrzeug ins Rutschen gerät“, weiß Franz Foisner, Milchwagenfahrer bei den Pidinger Milchwerken: „Ich muss weit hinauf, auf über 1.000 Meter, und auf schmalen Straßen, die teilweise verweht oder nicht geräumt sind.“ Innerhalb von zwei Tagen holen er und seine Kollegen rund 1,6 Mio. Liter Milch von 1.700 Landwirten ab, die teilweise in extremen Gebieten entlang der deutschen Alpenstraße liegen. Die höchste Milchsammelstelle liegt auf 1050 Metern Höhe.

Dass Milchabholen trotz allem ein gefährliches Unterfangen bleibt, zeigt unsere Bildergalerie!