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ZWS April 2010: Gewinner-Verlierer-Neueinsteiger

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Ergebnisse der Zuchtwertschätzung Fleckvieh, April 2010

1. Die Gewinner (gereiht nach zusätzliche Punkte GZW)

Eagle: Der Engadin-Sohn legt im Fitnessbereich um 7 Punkte zu. Verantwortlich dafür ist die enorme Nutzungsdauer seiner Töchter, was auch mit einem sehr hohen Persistenz-Zuchtwert zu erklären ist.

Samen ET: Der Bulle hat seine Verwendung als Bullenvater gerechtfertigt. Seine Töchter zeigen viel Durchhaltevermögen im letzten Laktationsdrittel. Der Milchwert steigt ebenfalls um 4 Punkte.

Rebell: Rebell–Töchter legen in der zweiten Laktationshälfte deutlich zu. Der flache Laktationsverlauf beschert ihm nochmals 5 weitere MW-Punkte. 30 weitere Töchter im Exterieur bescheinigen ihm eine gute Rahmenvererbung. Die Töchter sind umsatzbetont.

Strellas*TA: Sehr gute Exterieurzuchtwerte sind oft der Garant für hohe Nutzungsdauer. Für alle Fleckviehfreunde der exterieurstarken Kühe ist Streller*TA eine Alternative. Seine ZW- Nutzungsdauer steigt auf 121. In der Milch kann er 2 Punkte zugewinnen.

Marino: Der Mandl-Sohn war in gezielter Paarung und legt in allen Teilbereichen leicht zu. Gute Ergebnisse in den Zweitlaktationen erhöhen den Milchwert um 3 Punkte. Hinzu kommt eine verbesserte Nutzungsdauer. Sein Samenvorrat ist allerdings stark begrenzt.

2. Verlierer (gereiht nach Verlustpunkte GZW)

Murmel*TA: Ein starker Persistenzabfall zeigt, dass seine Töchter das gute Anfangsniveau nicht halten konnten. Er verliert im Milchwert 3 Punkte. Sein gutes Fundament und Eutervererbung ist mit 95 Töchtern sehr gut abgesichert.

Diderot*TA: Der Milchwertabfall der letzten Schätzungen setzt sich fort. Gegen Laktationsende konnte die Zuchtwertkurve nicht den Erwartungen entsprechen. Die Umstellung bei der Berechnung des Fleischwertes kostet ebenfalls 5 Punkte.

Rawalf: Auch wenn sein Samenvorrat sehr knapp ist – er hat als Bullenvater das Zuchtprogramm mitgestaltet. Weitere Töchter über Interbull bewirken einen Rückgang im Milchwert. Seine tolle Exterieurvererbung kann er allerdings mit weiteren Töchtern noch zusätzlich verbessern.

Salvator: Er bleibt nach wir vor ein leistungsstarker Bulle mit guten Inhaltsstoffen. Allerdings tritt er in die Fußstapfen seines Vaters bezüglich Nutzungsdauer. In diesem Merkmal verliert er 5 Punkte. Die Zellzahl verringert sich in gleicher Höhe.

Homorry: Auch er ist von den Umstellungen in der Fleichwertberechnung betroffen. Etwas schlechtere Töchterfruchtbarkeit und paternales Abkalbeverhalten kommen hinzu. Die Milchleistung bleibt stabil.

3. Die besten Neueinsteiger nach GZW (mindestens 75 % Sicherheit im GZW)

Mercator: Er ist der Shootingstar unter den Leistungssteigerern. Sehr starke neue Töchter im ersten Laktationsdrittel lassen aufhorchen. Im Exterieur erfüllt er nur durchschnittliche Ansprüche.

Wiggal: Er entpuppt sich als sehr leistungsstarker Waterberg–Sohn mit typischem Vererbungsprofil: Eher knapprahmige Töchter, mit gutem Fundament. Die Euter haben viel Volumen.

Wilhelm: Er stürmt der großen Gruppe der Weinold–Söhne voran. Seine Töchter zeigen tadelloses Exterieur und verbessern Substanz und Fundament. Die Kombination mit Muttersvater Hippo garantiert Kühe im Zweinutzungstyp.

Wonderfull: Er bietet sich an zur Anpaarung auf sehr große Kühe mit schwächerem Exterieur. Darüber hinaus zählt er mit über 1.330 kg Milchmengenzuchtwert zu den leistungsstärksten Vererbern.

Egon*TA: Durch ihn wird die Ausbeute an guten Engadin–Söhnen verbessert. Seine Töchter sind extrem leistungsstark, bei allerdings schwächeren Inhaltsstoffen. Die großen Euter zeigen noch genügend Festigkeit. Auf große Kühe anpaaren!

4. Alt und bewährt: Bullen mit 99 % Sicherheit im Milchwert, gereiht nach GZW

Wal ist die neue Nr.1 der Fleckviehtopliste. Leider ist sein Samen kaum verfügbar, obwohl er noch unter den Lebenden weilt. Vanstein kann sich aufgrund der guten Ergebnisse aus dem Zweiteinsatz bestens behaupten. Mittlerweile sind über 13.000 Töchter von der Zuchtwertschätzung erfasst und beweisen seine Qualitäten. Gleiches gilt auch für die gute Eutervererbung.

Auch Weinold hat seinen festen Platz in den Top-Listen gefunden. Mittlerweile sind über 4.000 Kühe bewertet und die sehr gute Fundamentbeschreibung bestätigt sich international. Ratgeber hält sich auch aufgrund seines guten Fleischwertes im Spitzenbereich. Zwar verbessert er den Rahmen, aber seine Töchter sind eher schwer melkbar. Rainer verbessert sich im Merkmal Zellgehalt deutlich. Mit über 1.500 kg Milchmengenzuchtwert ist er einer der besten Leistungsvererber.