Trockensteher

Produktivität wird vor der Geburt festgelegt!

Beeinträchtigungen durch eine fehlerhafte Entwicklung im Mutterleib können sich über mehrere Töchter-Generationen hinweg leistungsmindernd auswirken.

Während einer Trächtigkeit gibt es einige in-utero-Faktoren, die nachweislich die Entwicklung des Fötus und spätere Leistungsfähigkeit der Milchkuh beeinflussen. Diese können die späteren Kühe selbst noch an ihre nachfolgenden Generationen weitergeben. Geoffrey Dahl, Professor für Nutztierwissenschaften an der Universität von Florida, hat auf dem Western Canadian Dairy Seminar aktuelle Ergebnisse aus der Forschug vorgestellt.

Nährstoffdefizite wirken negativ auf den Fötus 

Verglichen mit den meisten Fleischrassen ist die Ernährung von Milchkühen im Allgemeinen etwas genauer definiert. Grund dafür ist die enge Verbindung zwischen Fütterung und Milchleistung. Wenn große Nährstoffdefizite bei der Ernährung auftreten, können in der Entwicklung gehemmte Kälber mit niedrigen Geburtsgewichten mit hoher Wahrscheinlichkeit niemals beim Wachstum und der Leistung mit ihren Herdenkolleginnen mithalten. Dahl erklärte jedoch, dass leichte Mängel in der Ernährung von gut entwickelten Tieren die fetale Entwicklung beeinträchtigen kann.
Ein Faktor mit besonderem Einfluss ist demnach Cholin. Untersuchungen dieses Zusatzes bei tragenden Kühen (drei Wochen vor bis drei Wochen nach der Kalbung) zeigten eine verbesserte Kälbergesundheit als auch eine höhere Milchleistung bei den Muttertieren. In Ergebnissen einer kürzlichen Untersuchung zeigten Kälber von Muttertieren, denen zusätzlich Cholin gegeben wurden, signifikant...


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