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Futterhygiene

Tipps zur Rattenbekämpfung

Ratten können erheblichen Schaden anrichten. Los wird man die Plagegeister aber nur mit einer gezielten Bekämpfung.

Seit Jahrhunderten versuchen Menschen die Ratte auszurotten. Bislang wurde dies aber nicht realisiert. Nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass unter idealen Lebensbedingungen ein einziges Wanderrattenpaar etwa 800 Nachkommen im Jahr produzieren kann. So leben Ratten ca. 9 bis 18 Monate lang und gebären bis zu sieben Mal im Jahr 8 bis 10 Junge pro Wurf. Zudem ist die Ratte enorm anpassungsfähig. Sie kann im Freien, am Gewässer, in der Kanalisation und in Gebäuden leben, wobwei sie unterirdische Bauten anlegt. Auch kann sie sehr gut schwimmen und klettern. Eine Ratte, die im Übrigen ein Allesfresser ist, kann pro Monat etwa 1 kg Getreide fressen. Hohe Futterverluste sind also bei starkem Rattenbefall vorprogrammiert. Doch Ratten tragen auch maßgeblich zur Übertragung von Krankheiten bei.

Auch wenn man sie nicht komplett bekämpfen kann, so kann doch die Population der Ratten auf dem Betrieb eingedämmt werden. Daür muss folgendermaßen vorgegangen werden.

  1. Aufenthaltsorte der Ratten aufspüren (Laufwege, Fraßspuren und Schäden etc.).
  2. Köderkisten sollten mindestens 20 cm hoch sein. So können die Tiere das Futter in hockender Stellung fressen und scharren kein Futter raus. Damit mehrere Ratten gleichzeitig fressen können, sollte die Grundfläche 50 x 30 cm groß sein.  Der Futtertrog in der Köderkiste sollte für größere Futtervorräte ausgelegt sein. Die Schlupflöcher (6 cm Durchmesser) der Kisten  müssen dich an der Raumwand liegen. Die Köderbox muss an beiden Zugängen offen sein, damit die Ratten Fluchtmöglichkeiten haben.
  3. Köderboxen vor den Bauten und entlang der Laufwege (mit maximalem Abstand von 10 m) mit zunächst ungiftigen Haferflocken, Getreidekörner etc. aufstellen, um festzustellen, ob und welche Köderboxen angenommen werden und wie stark der Befall ist. Wichtig zu wissen ist, dass Ratten misstrauisch sind und oft erst nach Tagen an Neues herangehen. Wird der Köder aber akzeptiert, werden diese bis zur Sättigung an Ort und Stelle gefressen.
  4. Da Ratten gemeinsam fressen sollte die Köderbox mit 150 bis 200 g Köder gefüllt sein. Wird zu wenig Köder angeboten, könnte es sein, dass die Ratten den Köder nicht fressen.
  5. Nehmen die Ratten die Köderbox nicht an, muss sie woanders aufgestellt werden.
  6. Es müssen alle auf dem Betrieb befallenen Bereiche gleichzeitig gegen Ratten bekämpft werden.
  7. Die Boxen sollten alle zwei bis drei Tage kontrolliert werden und immer wieder aufgefüllt werden, is keine Annahme mehr erfolgt.
  8. Nach einiger Zeit einen erneuten Test mit unbehandelten Cerealien machen umd zu testen, ob noch Ratten vorhanden sind.
  9. Auch der Nachbar mit seinem Grundstück sollte bei der Bekämpfung der Ratten mit einbezogen werden.